Pico 4: Bytedance zahlt viel Geld für VR-Ports

Pico 4: Bytedance zahlt viel Geld für VR-Ports

Bytedance will Meta im VR-Geschäft schlagen und muss dafür viel Aufholarbeit leisten. VR-Studios profitieren davon.

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Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge hat Bytedance Entwickler:innen zwischen 15.000 und 25.000 US-Dollar pro Portierung angeboten. Das Wirtschaftsblatt bezieht sich auf mehrere, mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ein Bytedance-Pressesprecher sagte auf Nachfrage, dass es branchenüblich sei, Entwickler:innen für Portierungen zu bezahlen.

Meta Quest 2 und Pico 4 nutzen den gleichen Chip. Beide Geräte unterstützen zudem den OpenXR-Standard, der Software-Anpassungen an verschiedene VR-Plattformen erleichtert. Der Portierungsaufwand dürfte sich dementsprechend in Grenzen halten.

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Der Pico Store führt derzeit an die 300 VR-Apps. Der Meta Quest Store kommt auf circa 500 VR-Apps. Die Pico- und Tiktok-Mutter Bytedance hat demnach noch einiges aufzuholen, besonders bei der Anzahl exklusiver Titel.

Meta begrüßt die Investitionen der Konkurrenz

Meta freut sich indes, dass die Konkurrenz in VR-Studios investiert. "Es ist positiv für Meta, dass Bytedance in den VR-Markt eingestiegen ist und Entwickler:innen finanziert", sagt Chris Pruett, Metas Leiter des Content-Ökosystems gegenüber dem Wall Street Journal. "Ich will alle Boote steigen sehen."

Meta enthüllte kürzlich, dass es die Entwicklung von 300 Quest-Apps gefördert hat und dass weitere 150 Titel in Entwicklung sind.

Manche Entwickler:innen beklagen sich derweil, dass sie ihre VR-Apps nur in Metas App Lab, nicht aber im streng kuratierten und weitaus profitableren Meta Quest Store veröffentlichen dürfen. Und freuen sich, dass es mit Pico 4 nun Plattform-Alternativen gibt.

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"Es ist auf jeden Fall erfreulich, dass ein großer Akteur den Markt betritt und die Art und Weise herausfordert, wie Facebook die Dinge angeht", sagt VR-Entwickler Ben Outram gegenüber dem Wirtschaftsblatt. Outram designte das gut gelungene taktile Rätselspiel Squingle, das seit Juli 2021 auf eine Aufnahme in den Meta Quest Store wartet und derzeit nur im App Lab erhältlich ist.

Pico 4: US-Launch lässt weiter auf sich warten

Pico 4 kam im vergangenen September in Europa und einer Reihe ostasiatischer Länder auf den Markt. Auf dem größten VR-Absatzmarkt, den USA, ist Pico 4 noch nicht gestartet. Ein kürzlich geplanter US-Launch soll in letzter Minute gestoppt worden sein, angeblich wegen eines drohenden TikTok-Banns.

Laut eines Berichts vom November 2022 hat sich das Gerät unter den Erwartungen des Managements verkauft. Zudem soll das Unternehmen mit internen Streitigkeiten zu kämpfen haben, die durch das rasche Anwachsen der Personalbestands bedingt sei.

Meta übt währenddessen weiter Druck aus: Mitte März reduzierte das Unternehmen den Preis des 256-GB-Speichermodells der Meta Quest 2 um 70 Euro auf 480 Euro, womöglich, um die gleiche Version der Pico 4 preislich zu unterbieten.

Quellen: Wall Street Journal