Perfekt für VR: Samsung forscht an 10.000-PPI-Display

Perfekt für VR: Samsung forscht an 10.000-PPI-Display

VR-Brillen erfordern Displays mit einer besonders hohen Zahl und Dichte von Pixeln. Samsung arbeitet an einem OLED-Mikrodisplay, das diese Anforderungen mehr als erfüllen sollte.

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Das ausentwickelte Display soll eine Pixeldichte von bis zu 10.000 PPI bieten. Zum Vergleich: Die derzeit schärfste VR-Brille (Vergleich), die HP Reverb G2, kommt auf etwas mehr als 1.000 PPI.

Im PPI-Wert sind die bei VR-Brillen variierende Weite des Sichtfelds und die linsenbedingte Verzerrung nicht berücksichtigt, für eine Next-Gen-Brille dürften 10.000 PPI aber mehr als ausreichend sein, um selbst ein virtuelles Smartphone-Display absolut scharf darzustellen. Von virtuellen Heimkinos und Kinoleinwänden ganz zu schweigen. Virtual Reality wäre visuell kaum mehr von der physischen Welt zu unterscheiden.

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Aus der Solarzellentechnologie

Möglich macht diesen Sprung eine neue Display-Architektur: Die unterste Schicht des OLED-Mikrodisplays besteht aus unterschiedlich dichten Gruppen von Nanosäulen (siehe Titelbild), die eintreffendes Licht so manipulieren, dass es unterschiedliche Farben annimmt.

"Wir machen uns den Umstand zunutze, dass Licht auf der Nanoebene wie Wasser um Objekte fließen kann", sagt Stanford-Forscher Mark Brongersma. Die Technologie stammt ursprünglich aus Stanfords Solarzellenforschung und wird nun von Samsung für die Entwicklung eines neuartigen OLED-Mikrodisplays genutzt.

Neben einer hohen Pixeldichte soll das Display heller und energiesparender sein und schönere, natürlichere Farben als herkömmliche OLEDs bieten. Die neuen Displays sollen außerdem leichter und kostengünstiger zu produzieren sein und sich wegen ihrer geringeren Dicke besonders gut für VR- und AR-Brillen eignen.

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Längst nicht marktreif

Das Display befindet sich freilich noch am Anfang seiner Entwicklung: Im Labor konnten erst einzelne Pixel mit der neuen Technik umgesetzt werden. Nun liegt es an Samsung, die neuen Displays in ein fertiges Produkt zu überführen und sollte die Nachfrage bestehen, entsprechenden Fabriken zu bauen. Beides dürfte Jahre in Anspruch nehmen.

Offen wäre dann noch, welche Grafikkarten solche Monsterdisplays befeuern könnten. Gegenwärtige GPUs kommen selbst mit heutigen Displays an ihre Grenzen. Eine mögliche Lösung wäre KI-gestütztes Grafikrendering, das virtuelle Umgebungen in eine höhere Auflösung hochskaliert und bei Bedarf Details ergänzt.

Die wissenschaftliche Arbeit zur Displaytechnik ist in der Online-Ausgabe der Zeitschrift Science erschienen.