Hochauflösend und kompakt: Neue VR-Brille mit OLED-Mikrodisplays vorgestellt

Hochauflösend und kompakt: Neue VR-Brille mit OLED-Mikrodisplays vorgestellt

Auf der Fachmesse Augmented World Expo (AWE) Mitte Oktober in München präsentiert ein Fraunhofer-Institut eine prototypische VR-Brille. Die Besonderheit: Dank OLED-Mikrodisplays ist sie deutlich kompakter als aktuelle VR-Brillen bei einer höheren Auflösung.

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Das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) kündigt für die AWE 2018 vom 18. bis 19. Oktober 2018 die „neueste Generation hochauflösender OLED-Mikrodisplays“ an. Sie werden am Stand Nr. 322 des Fraunhofer FEP ausgestellt.

Insgesamt vier dieser OLED-Mikrodisplays mit einer Größe von jeweils einem Zoll sind in eine prototypische VR-Brille verbaut, je zwei der Displays gehen nahtlos ineinander über. Das „ultrakompakte“ optische System kommt vom Projektpartner Limbak.

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Das kompakte optische System vor den OLED-Mikrodisplays. Bild: Fraunhofer FPS

Das kompakte optische System vor den OLED-Mikrodisplays. Bild: Fraunhofer FEP

Ein einzelnes OLED-Mikrodisplay bietet eine Auflösung über 1.920 mal 1.200 Bildpunkte (WUXGA, 2.300 ppi) bei einer Bildrate von 120 Hz. Mit zwei OLED-Mikrodisplays pro Auge soll die Gesamtauflösung der VR-Brille bei 4.800 mal 1.920 Bildpunkten liegen, also fast 5K. Die Herstellungskosten für das OLED-Mikrodisplay liegen laut FEP in einem „vertretbaren Rahmen“.

Das OLED-Mikrodisplay auf dem Chip. Bild: Fraunhofer FEP

Das OLED-Mikrodisplay auf dem Chip. Bild: Fraunhofer FEP

Halb so groß wie aktuelle VR-Brillen

Da die Linsen sehr nah am Display sitzen (37 mm vs. typische 60-75 mm laut FEP), soll die Brille nur halb so groß sein wie übliche VR-Brillen und dennoch ein Sichtfeld von über 100 Grad bieten. Das Gewicht soll bei circa einem Viertel aktueller VR-Brillen liegen.

„In Kombination mit dem ultrakompakten Limbak-Design für die optischen Komponenten ist die Entwicklung wirklich kompakter, leichter und angenehmer VR-Geräte mit einer hervorragenden Bilddarstellung möglich“, sagt die am Projekt beteiligte Wissenschaftlerin Judith Baumgarten.

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Wie es mit dem Prototyp weitergehen könnte, wird in der Mitteilung des FEP nicht beschrieben. Das Gerät ist ein Forschungsergebnis eines EU-geförderten Projekts zur Entwicklung und Anwendung von OLED-Mikrodisplays (Large cost-effective OLED microdisplays and their applications). Detailliertere Informationen zur Funktionsweise und Herstellung der Mikrodisplays stehen hier.

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