Facebook bereitet Oculus Rift S für den Marktstart vor.

Kurz nach der Enthüllung von Rift S gibt die US-Strahlenschutzbehörde FCC grünes Licht für die Veröffentlichung. Jedes Gerät mit Drahtlosfunktion muss die Tests der FCC bestehen, bevor es in den Handel darf. Für die Drahtlosverbindung zu den VR-Controllern setzt Rift S wie Oculus Rift auf eine 2,4-GHz-Verbindung.

Facebook gibt als Veröffentlichungsdatum für Rift S wie bei Oculus Quest grob mit Frühling 2019 an. Wahrscheinlich kommen beiden Geräte im Mai und Juni auf dem Markt. Die offizielle Bekanntgabe des Verkaufsstarts wird voraussichtlich Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei seiner Ansprache auf der Facebook-Entwicklerkonferenz F8 Ende April vornehmen.

Oculus Rift vs. Rift S: Letzte Geräte werden verkauft

Oculus Rift S ist zwar das neuere Modell, aber es ist der Originalbrille nicht in allen Bereichen überlegen. Beispielsweise kann der Abstand der Linsen nicht mehr passend zum eigenen Augenabstand justiert werden (IPD). Umso weiter man vom durchschnittlichen Augenabstand entfernt ist (circa 63 mm), desto störender kann das auffallen, beispielsweise durch eine verzerrte 3D-Perspektive oder stärkere Ermüdungserscheinungen.

Oculus geht indes nicht davon aus, dass der fehlende IPD-Regler für viele Nutzer ein Problem ist: Oculus Go beispielsweise bietet die Funktion auch nicht, ohnehin sei der Augenabstand bei Oculus Rift häufig nicht korrekt justiert worden, so ein Sprecher des Unternehmens.

Die Displays der Original-Rift lösen zwar etwas geringer auf (1.080 mal 1.200 Pixel pro Auge statt 1.280 mal 1.440 Pixel pro Auge), bieten dafür jedoch OLED-schwarz statt LCD-grau und eine etwas höhere Bildwiederholfrequenz (90 Hz vs. 80 Hz). Einem ersten Bericht zufolge liegen außerdem die originalen Touch-Controller etwas besser in der Hand als das überarbeitete Modell. Hier zählt am Ende wohl die subjektive Einschätzung. Außerdem bietet die Standard-Rift integrierte Kopfhörer, Rift-S hingegen integrierte Lautsprecher.

Die VR-Controller Touch wurden für Rift S und Quest überarbeitet. Bild: Oculus

Die VR-Controller Touch wurden für Rift S und Quest modifiziert. Bild: Oculus

Dafür ist das Trackingsystem der Original-Rift mit externen Sensoren deutlich aufwendiger im Aufbau als das in der Rift S verbaute interne Trackingsystem – bei ähnlicher Trackingqualität.

Theoretisch könnten blinde Flecken nahe an der Brille oder hinter dem Kopf oder Rücken, wie sie bei Oculus Rift S vorkommen können, mit dem externen Rift-Tracking vermieden werden. Praktisch braucht man dafür definitiv drei Sensorkameras und die Konfiguration ist umständlich bei überschaubarem Mehrwert.

Rift S schneidet außerdem bei den Linsen besser ab: Das Bild soll schärfer sein bei geringerem Fliegengittereffekt und nicht mehr mit nervigen Lichtblitzern stören. Die Linsen sind dieselben wie in Oculus Go und Quest.

In den USA wird die Standard-Rift nicht mehr im Handel oder von Oculus selbst angeboten. Auf der deutschen Oculus-Webseite kann das Originalmodell derzeit noch für 400 Euro bestellt werden. Im Handel ist die Brille seit Wochen nicht mehr erhältlich.

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