Am 21. Mai erscheint die autarke VR-Brille Oculus Quest. Ich fasse für euch die Stimmen der internationalen Presse zusammen.

“Noch nie war Virtual Reality so intuitiv: Brille aufsetzen und nach wenigen Sekunden ist man mittendrin in VR – ohne nerviges Kabel.”

So beschreibt MIXED-Redakteur Matthias Bastian in seinem Quest-Test die wohl wichtigste Eigenschaft von Facebooks neuer VR-Brille. Die gewonnene Bewegungsfreiheit zahle bedeutend auf die Immersion ein – sogar noch mehr als schöne Grafik. Doch was schreiben andere Tester zur Quest-Brille?

Jan-Keno Janssen von Heise sieht es ähnlich. Die Quest-Brille “demokratisiere” dank ihrer Einfachheit den Zugang zu Virtual Reality. Facebooks Produkt biete ein “überzeugendes Rundum-Sorglos-Paket” wie noch keine mobile oder autarke VR-Brille zuvor. Der einzige Wermutstropfen sei die begrenzte Rechenleistung. Titel wie Beat Saber und Tilt Brush überzeugten aber auch so, selbst wenn sie grafisch leicht abgespeckt erscheinen.

Für Golem kombiniert Oculus Quest das Beste aus Oculus Go und Oculus Rift – zumindest fast. Das Inside-Out-Tracking funktioniere tadellos, die Displays seien gut, nur der Snapdragon-Chip sei etwas schwach. Die offene Frage sei, ob Facebook die VR-Brille auch in Zukunft mit guter Software versorgen werde. Für den Markterfolg brauche es konsolenähnliche Hochkaräter mit längerer Spielzeit.

Markus Böhm von Spiegel Online hebt ebenfalls die Zugänglichkeit der Quest-Brille hervor. Sie sei die erste VR-Brille, die man Interessierten ohne schnellen PC “sorgenfrei empfehlen” könne. Grafisch habe ihn zwar keines der angebotenen Spiele “umgehauen”, allerdings spiele es “in guten VR-Spielen […] oft schnell keine Rolle mehr, wie gut die Grafik ist”, schreibt Böhm.

Oculus Quest frisch aus der Verpackung: Facebooks ambitionierteste VR-Bille. Bild: Oculus

Ob demnächst viele neue VR-Fans Oculus Quest aus der Verpackung holen? Bild: Bastian

Der iPhone-Moment ist noch nicht erreicht

RoadtoVR nennt Oculus Quest die “erste großartige Standalone-Brille”. Der Tester lobt die einfache Konfiguration und die Robustheit des Trackings. Letzteres habe selbst bei grellem Licht nur selten Aussetzer und wenn man die Controller nah an die VR-Brille hält oder außerhalb des Sichtbereichs der integrierten Kameras.

Für UploadVR hält Oculus Quest “die meisten ihrer Versprechen” und erreiche das Ziel, Virtual Reality so zugänglich wie nur möglich zu machen. Die VR-Brille sei am besten für VR-Neugierige geeignet, die keinen VR-tauglichen PC haben und bislang noch mit dem VR-Kauf gezögert hätten. Nachteile des Systems seien die begrenzte Leistungsfähigkeit und gelegentliche Aussetzer beim Tracking. Der “iPhone-Moment” sei noch nicht erreicht.

Venturebeat nennt die Bewegungsfreiheit von Oculus Quest “befreiend”und “kostspielig”. Die VR-Brille fühle sich gut an, sei leicht einzurichten und mache Spaß. Zu einem Preis von 450 Euro müsse das Spielangebot aber weiter wachsen. Der Tester freut sich auf Titel, die das kabellose VR-Erlebnis ausreizen. Ansonsten werde die potenzielle Kundschaft eher zu einer der kommenden Spielkonsolen greifen.

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Die Nintendo Switch der VR?

The Verge bezeichnet Oculus Quest als ein “großartiges System”, das einen “frustrierenden Kompromiss” eingehe: die begrenzte Rechenleistung. Dadurch seien kommende Oculus-Exklusivtitel wie Stormland nicht mit Oculus Quest spielbar. So werde es schwierig für Quest, sich gegen klassische Spielkonsolen durchzusetzen, die zudem günstiger seien. Die Wertung: 7.5 von 10 möglichen Punkten.

Die Tester sind sich in einer Sache einig: Kein Kabel und freie Bewegung sind die Stärken der Quest-Brille. Bild: Oculus

Die Tester sind sich in einer Sache einig: Kein Kabel und freie Bewegung sind die Stärken der Quest-Brille. Bild: Oculus

Laut Techcrunch könnte Oculus Quest die Nintendo Switch der VR werden. Der Tester lobt die Zugänglichkeit des Systems, das großartige Angebot an Launchtiteln und die Batterielaufzeit von zwei bis drei Stunden. Weniger Gefallen findet er am Display, das immer noch pixelig wirke, an der integrierten Audiolösung, die ohne Kopfhörer auskommt und dem Trackingbereich, der größer sein könne.

Voll des Lobes ist die Spieleseite IGN, die Oculus Quest eine Wertung von 9.5 von 10 Punkten gibt. Die VR-Brille sei zwar weniger leistungsfähig als ein kabelgebundenes Gerät, aber sie mache unglaublich Spaß und öffne Virtual Reality ganz neuen Zielgruppen. Die besten Spiele wie Beat Saber und Superhot VR setzten nicht auf realistische Grafik und sähen auf Oculus Quest kaum anders aus als mit PC- oder Konsolenbrille.

Virtual Reality für die Massen

Ebenfalls begeistert ist Wired: Oculus Quest biete volle Immersion ohne Kabelsalat und komplizierte Einrichtung. Sie ermögliche tolle VR-Erfahrungen für Einzelspieler sowie soziale VR-Erlebnisse und sei so auf zweifache Weise befreiend. Das Tracking sei “äußerst robust”. Negativpunkte sind der geringere Tragekomfort im direkten Vergleich mit Oculus Rift S, der relative hohe Preis und die Batterielaufzeit.

“Endlich unkomplizierte und unterhaltsame Virtual Reality für die Massen”, heißt es bei Variety. Da er die Brille überallhin mitnehmen und sofort loszocken könne, war der Tester viel häufiger in der Virtual Reality unterwegs. Dafür beklagt er die geringe Rechenleistung und dass die VR-Brille zumindest bei ihm nicht ganz stabil auf der Nase sitzt und zu viel Licht von außen einlässt.

Weitere Tests sowie Videos von The Verge und Tested:

Titelbild: Oculus

Mehr erfahren über Oculus Quest:


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