Update vom 14. März 2019:

VR-Entwickler Adam Orth (Adrift, Firewall Zero Hour) reiht sich ein in die Riege jener, die dank autarker VR-Brillen wie Oculus Quest auf mehr Marktwachstum hoffen.

Er arbeitet im Alleingang an einem kooperativen Prototyp-Game für Oculus Quest, das noch auf grünes Licht seitens Oculus wartet. Falls die Freigabe kommt, soll der Titel noch 2019 erscheinen.

Derzeit sei das Risiko für VR-Entwicklung noch hoch, erklärt Orth gegenüber Gamedaily, wenn man “große Dinge” plane. Aber VR-Brillen wie Oculus Quest würde in Zukunft “irgendwann jeder haben”.

Ursprünglicher Artikel vom 10. März 2019:

In wenigen Wochen kommt Oculus Quest auf den Markt, bis dahin müssen VR-Entwickler ihre Software auf Hochglanz polieren. Einige von ihnen sprechen vorab über ihre Erfahrungen mit dem Entwickler-Kit. Sie loben unisono die einfache Nutzung und gehen davon aus, dass Quest für viele neue VR-Nutzer sorgen wird.

Paweł Gajda von Carbon Studios (“The Wizards”) lobt in einer YouTube-Sendung die einfache Nutzung der autarken VR-Brille: Man könne Quest mitten im Spiel absetzen, ins Regal legen, am nächsten Tag wieder aufsetzen und sei innerhalb weniger Sekunden zurück im Spiel.

“Man muss die Brille nicht ausschalten”, sagt Gajda. “Oculus Quest wird viele Leute für VR begeistern.”

Ähnlich sieht es Andreas Juliusson vom Studio Fast Travel Games (Apex Construct), das bereits die Arbeit an mehreren Quest-Titeln bestätigt hat.

“Ich denke, die komplizierte VR-Nutzung ist ein Blocker, der den potenziellen Massenverkauf in der Zukunft verhindern kann”, sagt Juliusson.

Engagierte VR-Spieler störten sich nicht am komplexen VR-Aufbau mit Kameras, Kabeln und schnellem PC, viele andere Interessierte hingegen schon. Oculus Quest beseitige diese Barriere und sei daher “eine aufregende Hardware”.

Plug-and-Play-VR

“Es ist eine Plug-and-Play-Erfahrung, die die Leute heute von Technologie erwarten wie bei Smartphones oder der Nintendo Switch”, sagt Juliusson. “Man drückt einen Knopf und ist drin.”

Sein Kollege Erik Odeldahl sieht es ähnlich: “Es ist meine liebste VR-Brille, weil man sie so einfach nutzen kann.” Der größte Vorteil für ihn sei, dass er die Quest-Brille einfach mit zu Bekannten nehmen könne.

Quest Store wird komplett kuratiert

Mark Olson von Bolverk Games (Dick Wilde) bestätigt, dass Oculus für den Quest Store qualitativ besonders hohe Ansprüche an die dort veröffentlichten Apps stellen will. Vor kurzem veröffentlichte Oculus ein offizielles Statement zum Thema.

Der Oculus-Quest-Store werde “komplett kuratiert”, so Olson, der für Oculus Rift hingegen nur “semi-kuratiert”. Bedeutet: Jedes Spiel für Oculus Quest wird gezielt ausgewählt und im Store präsentiert. Sein Studio will einen Antrag für das eigene VR-Spiel Dick Wilde stellen.

Das Entwickler-Kit bezeichnet Olson als “wundervolle Maschine” und “fantastisches Produkt” zu einem Preis auf Konsolen-Niveau. Die Quest-Brille richte sich sowohl an bestehende VR-Interessierte als auch an einen komplett neuen Markt.

“Derzeit benutzen Hardcore-Gamer VR und einige von ihnen holen sich eine Quest. Aber es gibt sehr viele Leute, die werden Quest für ganz andere Sachen lieben als für jene, für die VR gerade eingesetzt wird”, meint Olson.

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