Oculus-Technikchef John Carmack glaubt nicht, dass die PC-Verbindung für Oculus Quest die native PC-VR-Brille Rift S überflüssig macht.

Auf der Entwicklerkonferenz Oculus Connect 6 kündigte Facebook Oculus Link für Oculus Quest an: Mit einem USB-C-Kabel und einer Streaming-Software wird die Quest-Brille zur PC-VR-Brille und kann alle Rift-Anwendungen abspielen. Laut ersten Anspielberichten zu Oculus Link von der Connect soll das fast fehlerfrei funktionieren.

Oculus Quest könnte so das Beste aus zwei Welten vereinen: Kabellose mobile VR und auf Wunsch Highend-VR am schnellen Spiele-PC.

Wer erst im Mai die native PC-VR-Brille Oculus Rift S gekauft hat, dürfte sich nun fragen: Habe ich mein Geld in die falsche VR-Brille investiert?

Carmack: Rift S ist für PC-VR die bessere Wahl

Oculus-Technikchef John Carmack sieht Rift S am PC trotz Oculus Link im Vorteil: Die native PC-VR-Brille sei komfortabler, biete eine geringere Latenz – das könne sich allerdings noch ändern – die Grafik werde nicht komprimiert und habe außerdem fünf Trackingkameras verbaut für eine verlässlichere Erfassung der Controller.

Bei der Latenz schlägt laut Carmack Oculus Quest nativ die Oculus Rift S. Die PC-VR-Brille wiederum sei besser als Oculus Link.

Ein schnelles VR-Spiel wie Beat Saber beispielsweise wird laut Carmack besser nativ abgespielt als über Oculus Link gestreamt. Es funktioniere zwar gut über Link, aber Beat Saber belohne ab einem gewissen Schwierigkeitsgrad eine geringe Latenz stärker als andere Apps. Allerdings arbeitet Oculus laut Carmack noch an der Latenzoptimierung für Link.

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John Carmack würde sogar die originale Rift-Brille “CV1” einer Oculus Quest am PC vorziehen. Bild: Oculus

Selbst gegenüber der ersten Oculus-Rift-Brille sieht Carmack Quest mit Link nicht im Vorteil: “Ich würde Quest bei PC-VR nicht als Upgrade für CV1 sehen, aber es hat sich für die meisten Leute nur für den autarken Modus gelohnt”, schreibt Carmack.

Gerade diese Einschätzung überrascht einigermaßen: Quest bietet im Vergleich zur ersten Rift eine höhere Auflösung, bessere Linsen und dank integrierter Trackingkameras einen besseren Nutzungskomfort.

Titelbild: Oculus

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