Oculus Quest (2): Die menschliche Anatomie in VR erleben

Oculus Quest (2): Die menschliche Anatomie in VR erleben

Virtual Reality ist ein mächtiges Visualisierungsinstrument. Die Anatomie-App "3D Organon VR Anatomy" für Oculus Quest stellt das eindrucksvoll unter Beweis.

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Das Programm bietet Medizinstudenten und Laien das bislang vollständigste 3D-Modell des menschlichen Körpers, das man in VR betrachten kann. Die jüngste Version der App stellt mehr als 10.000 anatomische Strukturen dar, die sich in 15 Systeme des Körpers wie Skelett, Muskeln, Blutgefäße und Nerven unterteilen. Mehr als 550 Animationen zeigen, wie die Elemente des Körpers arbeiten.

Die Anatomie-App gibt es schon seit einigen Jahren für PC-VR-Brillen. Letzten Monat feierte sie ihr App Lab-Debüt und ist damit zum ersten Mal ohne Sideloading auf Oculus Quest erhältlich (siehe App Lab-Link und App Lab-Installationsanleitung). Ich habe sie ausprobiert.

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Beeindruckender Detailgrad

Nutzer ohne Lizenz können die App per Gastzugang nutzen. Damit entfallen Registrierung und Kosten. In diesem Fall hat man jedoch nur beschränkten Zugriff auf die Inhalte.

In dieser kostenlosen Version abrufbar sind das menschliche Skelett, das Bindegewebe und diverse Animationen des Skeletts. Der Detailreichtum und die medizinische Akkuratheit ist beeindruckend: Man kann jeden Knochen des menschlichen Körpers, und sei er noch so klein, auswählen und einzeln betrachten. Jeder Knochen ist korrekt beschriftet und enthält eine medizinische Beschreibung seiner Funktion -  wahlweise in Englisch, Deutsch und vielen weiteren Sprachen.

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Einzelne Knochen - und Zähne! - lassen sich auswählen, aus dem Skelett herausziehen und aus der Nähe betrachten. | Bild: Medis Media

Die 3D-Modelle kann man drehen und beliebig verkleinern oder vergrößern, indem man die Daumensticks der Controller bewegt und zugleich drückt. Das ist etwas umständlich, funktioniert aber nach etwas Eingewöhnung. Alternativ kann man auch um die 3D-Modelle herumgehen. Mit der kabellosen Oculus Quest geht das ohne Probleme.

Für ein besseres Verständnis des Körpers

Dank der detaillierten 3D-Modelle konnte ich mir ein besseres Bild der Wirbelsäule und der Bandscheibenvorwölbung machen, die ich mir vor zwei Jahren bei einem Sportunfall zugezogen habe.

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Zwar gibt es die App auch für Monitore und mobile Geräte. Die VR-Version ist jedoch plastischer und einprägsamer und dürfte damit ein noch besseres Lernwerkzeug für angehende Mediziner sein. 3D Organon wird laut den Entwicklern Medis Media von hunderten Universitäten und Krankenhäusern eingesetzt.

Wer probeweise alle Inhalte freischalten will, kann sich kostenlos für die Trial-Version registrieren. Die Lizenz kostet zwischen 150 (für Studenten) und 500 US-Dollar (für Lehrer und professionelle Anwender) im Jahr. Eine Benutzeranleitung für die Quest-Version kann man auf der offiziellen Internetseite herunterladen.

Titelbild: Medis Media

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