In Toy Clash und Gnog hantiert man mit Spielzeug. Die VR-Titel spielen sich recht unterschiedlich, aber gehören zum Besten, was Oculus Go an Spielerfahrungen bieten hat.

Toy Clash

Toy Clash ist ein Tower-Offense-Spiel, das von Grund auf für Virtual Reality entwickelt wurde.

Ich finde mich in einem Kinderzimmer vor einem großen Schreibtisch sitzend wieder. Ein magisches Aufklapp-Bilderbuch öffnet sich und zaubert eine dreidimensionale Miniaturwelt hervor.

Ich sehe eine breite Straße, die am linken Ende von einem Panzer begrenzt wird. Das ist meine Basis. Am rechten Ende der Straße steht eine Burg, aus der nach und nach KI-gesteuerte, feindliche Spielzeugsoldaten treten und langsam, aber bestimmt auf meine Basis zumarschieren, um sie plattzumachen.

Das muss ich verhindern, indem ich mit dem Go-Controller Kampfeinheiten aus einem Regal vor mir Einheiten ziehe und auf der Straße direkt vor mir platziere. Treffen sie aufeinander, geht das Scharmützel los und ich schaue amüsiert zu, wie sich das Spielzeug gegenseitig eins auf die Mütze gibt.

Strategische Entscheidungen

In Toy Clash greift das aus Echtzeitstrategiespielen bekannte Schere-Stein-Papier-Prinzip: Um in der Schlacht zu bestehen, muss ich wissen, welche meiner Einheiten gegen welche Gegner besonders effektiv sind. Die Zahl rekrutierbarer Truppen ist begrenzt, sodass ich mit den Ressourcen haushalten und mir überlegen muss, welche Einheiten ich entsende.

Ich kann außerdem zwei mächtige Fähigkeiten in die Schlacht mitnehmen: zum Beispiel die Möglichkeit, einen Feuerball auf Gegner zu schleudern oder die eigenen Truppen zu heilen.

Habe ich auf dem Schlachtfeld die Oberhand gewonnen, marschiert mein Heer auf die Burg zu und reißt sie Stück für Stück nieder. Zwischen den Schlachten kann ich die durch Siege gewonnene Währung einsetzen, um bestimmte Einheiten dauerhaft hochzustufen und damit meinen Spielstil zu individualisieren.

Fazit: Auch mit Oculus Go ein Spiel mit Suchtfaktor

Toy Clash bietet etwa fünfzig Schlachten sowie spezielle Szenarien und Herausforderungen, in denen man gegen mächtige Bossgegner kämpft oder lediglich Spezialfähigkeiten einsetzen kann.

Das simple, aber auf Hochglanz polierte Spielprinzip entfaltet schon nach kurzer Zeit eine Sogwirkung. Obwohl es sich aufgrund der kurzen Schlachten für zwischendurch eignet, bin ich meist länger unter der VR-Brille verharrt, um noch eine Runde zu spielen. Und noch eine. Und noch eine.

Die Go-Version fällt gegenüber der stationären Version für Oculus Rift und Co. ab. Die mobile Variante hat eine geringere Auflösung und keine Bewegungserfassung für Kopf und Hände. So kann man sich in der Go-Version nicht ins Spielgeschehen hineinbeugen oder Einheiten mit den eigenen Händen greifen. Die süchtig machende Spielmechanik bleibt jedoch erhalten und kann dank Oculus Go nun überall gespielt werden.

Toy Clash gibt es für so ziemlich jede VR-Plattform: Die mobile Version des Spiels ist im Oculus Store für Oculus Go und Samsung Gear VR und bei Google Play für Daydream-Brillen erhältlich und kostet fünf Euro. Wer eine PC-Brille besitzt, kann sich das Spiel im Oculus Store für Oculus Rift oder bei Steam für HTC Vive, Oculus Rift und Windows Mixed Reality zu einem Preis von 15 Euro kaufen. Eine AR-Version für iOS gibt es ebenfalls und zwar hier.

Gnog

Gnog ist mehr als nur ein Spiel: Es ist ein skurriles Designkunstwerk, das Augen und Ohren schmeichelt und seinen eigenen, unverwechselbaren Stil und Charme hat.

In Gnog öffnet man von Spielzeugdesigns inspirierte Guckkästen. Die geben wundersame Mikrokosmen frei, mit denen man auf zahlreiche Weise interagieren kann. Mit dem Go-Controller drückt, greift, stößt, kneift oder zieht man Objekte und löst dabei ganz nebenher simple Rätsel.

Die Kästen sind von realen Orten oder Objekten inspiriert und erzählen stets eine kleine Geschichte. Einer der Kästen stellt ein U-Boot dar. Hier muss man einen Tiefseetaucher in die Dunkelheit abseilen, sodass dieser Schätze aus der Tiefe bergen kann.

Gnog_Oculus_Go

Gnog hat einen unverwechselbaren Stil. BILD: Double Fine Productions

Fazit: Ein Fest für die Sinne

Unfassbar schön gemacht ist der Synthesizer-Guckkasten. Öffnet man diesen, sieht man ein kleines Tonstudio, in dem ein deprimierter, kleiner DJ sitzt, der seine Inspiration verloren hat. Mit Hilfe der zahlreichen Knöpfe und Schalter mischt man den laufenden Song neu ab und weckt den kleinen Mann aus seiner Apathie.

Mit der Go-Version von Gnog kann man die wunderbar klingenden, berauschend bunten, neonleuchtenden Spielzeugdioramen nun überall mithin mitnehmen.

Technisch hat die mobile Version das Nachsehen gegenüber der stationären Variante für PC-Brillen: Kopfbewegungen werden nicht erfasst und die Interaktionen fühlen sich mit dem Go-Controller weniger haptisch an als mit Oculus Touch und Co. Den Zauber des Spiels transportiert jedoch auch die Go-Version.

Gnog ist ebenfalls für so ziemlich jede VR-Brille erschienen. Die mobile Version des Spiels ist im Oculus Store für Oculus Go und Samsung Gear VR erhältlich und kostet fünf Euro. Besitzer einer Playstation VR finden das Spiel im Playstation Store für 14,50 Euro. Nutzer einer PC-Brille finden den Titel im Oculus Store für Oculus Rift (zehn Euro) und bei Steam für HTC Vive und Oculus Rift (acht Euro). Eine AR-Version für iOS gibt es hier (fünf Euro).

Weiterlesen über Oculus Go:

Titelbild: 5minlab


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