Telekommunikationsunternehmen suchen nach Killer-Apps für das 5G-Netz. Virtual und Augmented Reality sind beliebte Kandidaten. Der britische Netzbetreiber O2 geht nun den ersten Schritt und bietet 5G-Tarife inklusive Oculus Go an, obwohl die autarke VR-Brille noch nicht vom schnellen Mobilnetz profitiert.

Vergangene Woche startete O2 sein 5G-Netz in den Städten London, Belfast, Cardiff, Edinburgh, Slough und Leeds oder genauer: an sechs Standorten innerhalb dieser Städte. Die Anzahl Standorte soll bis Jahresende auf 20 steigen, bis zum Sommer 2020 sollen weitere 30 Städte und Ortschaften mit einem 5G-Netz ausgestattet werden.

Wer zusätzlich zum 5G-Tarif des Unternehmens eines von vier 5G-fähigen Smartphones kauft, erhält kostenlos eine Oculus Go im Wert von 220 Euro und eine zwölfmonatige Bezahlmitgliedschaft bei der VR-Musikplattform MelodyVR. Oculus Go selbst profitiert nicht vom 5G-Netz.

O2 will techbegeisterte Nutzer ansprechen

Die vier 5G-Smartphones sind: Samsung Galaxy S10 5G, Samsung Galaxy Note 10 Plus 5G, Samsung Galaxy A90 5G und Xiaomi Mi Mix 3 5G.

Die 5G-Tarife des VR-Pakets kosten umgerechnet 45 Euro für 31 Gigabyte, 50 Euro für 61 Gigabyte und 55 Euro für unlimitierte Downloadmengen. In diesem Preis ist das Smartphone inbegriffen, der Vertrag gilt für drei Jahre.

MelodyVR erschien im Mai 2018 für Oculus Go und Samsung Gear VR und bietet aufgezeichnete sowie Live-Konzerte in Virtual Reality, die man von VIP-Plätzen aus virtuell erleben kann, ohne die eigenen vier Wände zu verlassen. Das Startup hat Verträge mit so ziemlich jedem großen Plattenlabel.

MelodyVR will mit der O2-Partnerschaft vor allem neue Nutzer gewinnen: Der Netzbetreiber hat im Vereinigten Königreich 25 Millionen Kunden. Bislang schrieb MelodyVR aufgrund der geringen VR-Nutzerbasis hohe Verluste.

Titelbild: Oculus

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