Augmented Reality kann Kunstwerke visuell auffächern und für Laien so besser verständlich machen. Ein Pilotprojekt der Bundeskunsthalle zeigt das Potenzial der AR-Werkbetrachtung. Wer möchte, kann die Zukunftstechnologie noch bis zum 5. April selbst ausprobieren.

Seit dem 16. Oktober 2020 läuft die Ausstellung “Max Klinger und das Kunstwerk der Zukunft” in der Bonner Bundeskunsthalle. Max Klinger (1857–1920) war ein deutscher Symbolist, der mit seiner realististischen Darstellung nackter Körper für Aufsehen sorgte und zur Neuformulierung des modernen Menschenbilds in der Kunst beitrug.

Ein besonders gutes Beispiel für solches Wirken ist das Monumentalgemälde “Die Kreuzigung Christi“, das zwischen 1888 und 1891 entstand und einen nackten Jesus Christus zeigt. Die Bundeskunsthalle bietet als erstes deutsches Museum eine AR-Werkbetrachtung an: Besucher können das Gemälde nach erfolgter Anmeldung vor Ort durch die neue AR-Brille Nreal Light betrachten.

Gelungene AR-Kunstvermittlung

Hierbei wird das Kunstwerk in 3D aufgefaltet und die Bildelemente und Personengruppen treten hologrammartig hervor, wodurch die Komposition besser veranschaulicht wird.

Eine Stimme erläutert den Aufbau und die kunstgeschichtliche Bedeutung des Gemäldes, unterstützt durch digitale Einblendungen von Skizzen, zeitgenössische Rezensionen und Zitate. Auf diese Weise wird der historische Kontext und der Entstehungsprozess leichter nachvollziehbar.

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