Nimo: Schlanke Datenbrille soll euer Notebook ersetzen

Nimo: Schlanke Datenbrille soll euer Notebook ersetzen

Die schlanke und dennoch autarke Android-Datenbrille „Nimo“ des Herstellers „Nimo Planet“ soll bis zu sechs virtuelle Screens gleichzeitig ins Sichtfeld einblenden und gängige Android-Apps starten können.

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Das indische Start-up Nimo Planet arbeitet laut eigenen Angaben seit rund vier Jahren an der Datenbrille mit rund zehn Personen im Team. Die Ausgaben in dieser Zeit belaufen sich laut Wired auf – für westliche Verhältnisse – lächerlich geringe 300.000 US-Dollar.

Nimo ist eine autarke Notebook-Datenbrille

Die Brille läuft mit der Software „Nimo OS“, eine Android-basierte Eigenentwicklung des Herstellers. Sie hat keinen offiziellen Zugang zum Google Play Store, viele Android-Apps sollen aber dennoch standardmäßig auf der Nimo-Brille laufen, wenn man sie etwa direkt vom Anbieter zieht. Slack oder Microsoft Apps wie Word oder Powerpoint funktionieren, ebenso wie Web-Apps, direkt im Browser.

Bei der Hardware setzt Nimo auf einen in die Brille integrierten Qualcomm Snapdragon XR1, der auf zwei 720p-Displays rendert. Die bis zu sechs virtuellen Screens sollen ein virtuelles Äquivalent zu einem 45- bis 50-Zoll-Bildschirm bieten.

Die Nimo-Brille ist relativ schlank, einzig die dicken Brillenbügel verraten, dass es sich um eine Tech-Brille handelt. Bis zum Launch soll die Brille noch schlanker und leichter werden. | Bild: Nimo

Der Akku hält derzeit rund zweieinhalb Stunden, der Hersteller sieht mit weiteren Optimierungen noch Luft nach oben. Die mitgelieferte Tragetasche mit eingebautem Akku dient als mobile Ladestation.

Kopfhörer, Tastatur oder Maus können via Bluetooth angeschlossen werden. Wer kein externes Zubehör zur Hand hat, kann die Brille über Kopfbewegungen und eine Touchfläche im Brillenbügel steuern. Die Brille unterstützt WLAN, aber keine mobile Verbindung.

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Das Gewicht des Prototyps liegt derzeit bei 120 Gramm, bis zum Launch sollen es circa 90 Gramm werden. Wer Korrekturgläser in der Brille benötigt, muss sie über einen Optiker tauschen.

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Datenbrille Nimo: Keine Spielereien

Nimo Planet-CEO Rohildev Nattukallingal beschreibt die Nimo-Brille als auf Produktivität fokussiertes Arbeitsgerät. Der Hersteller verzichtet bewusst auf Kamera, Lautsprecher, Tiefensensoren – also Hardware, die für eine hochwertige AR-Erfahrung über eine reine Display-Funktion hinaus notwendig wäre.

„Wir wollen die Hardware so einfach wie möglich gestalten und sicherstellen, dass die Multiscreen-Produktivität großartig funktioniert […] Alle großen Unternehmen konzentrieren sich darauf, die nächste Mixed-Reality-Welt zu schaffen, aber unser Ansatz ist eher, wie wir jemandem helfen können, überall zu arbeiten, ohne die Produktivität zu beeinträchtigen“, sagt Nattukallingal.

Laut Nattukallingal stehen derzeit 2000 Personen auf der Warteliste für eine Nimo-Brille, die im ersten Halbjahr 2023 auf den Markt kommen soll. Der Launch soll zunächst in ausgewählten Städten in Indien und den USA passieren. Der Preis liegt bei 800 US-Dollar.

Interessierte Entwicklungsstudios können bei Nimo ein Entwicklerkit anfragen, Unternehmen können sich Brillen vorab reservieren.

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Quellen: Wired