Wesley Allsbrook malte die begehbaren 3D-Kulissen im VR-Filmkunstwerk “Dear Angelica”. Auf dem Tribeca Film Festival wird ein neuer VR-Film der Künstlerin zu sehen sein. Das Thema: Die traumatischen Folgen eines US-Schulmassakers.

Am 28. September 2016 betrat der damals 14-jährige Jesse Osborne eine Grundschule in Townville, South Carolina und schoss um sich. Die Kugeln trafen drei Schüler, einer davon erlag später seinen Verletzungen.

Der Journalist der Washington Post John Woodrow Cox schrieb eine Reportage über den tragischen Vorfall und erhielt dafür eine Pulitzer-Preis-Nominierung. Der VR-Film “12 Seconds of Gunfire: The True Story of a School Shooting” basiert auf Cox’ Bericht.

Die Ereignisse werden aus der Perspektive der siebenjährigen Erstklässlerin Ava Olsen erzählt: vom Augenblick, an dem sie die Grundschule betritt und Zeugin der Schießerei wird, bis zur Szene, in der sie Präsident Trump einen Brief schreibt. Ihre Bitte: Kinder vor Waffen zu schützen. Die achtminütige VR-Erfahrung wird von einer Erzählerin begleitet und zeigt unter anderem Szenen des ländlichen South Carolina.

Komplett in der Virtual Reality gemalt

12 Seconds of Gunfire ist das zweite VR-Projekt der Washington Post nach einer virtuellen Marsreise aus dem Jahr 2016. Als Illustratorin konnte das Blatt die Künstlerin Wesley Allsbrook gewinnen, die bereits die 3D-Szenen in Dear Angelica malte. Das erste Bild des neuen VR-Films (siehe Artikelbild) lässt ihre künstlerische Handschrift erkennen.

Das Besondere an den beiden Filmen ist, dass sie komplett in der Virtual Reality gezeichnet wurden. Zum Einsatz kam Oculus’ 3D-Malanwendung Quill.

12 Seconds of Gunfire feiert auf dem Tribeca Film Festival in Premiere, das vom 26. April bis 5. Mai in New York stattfindet. Die VR-Erfahrung erscheint danach für Oculus Rift, HTC Vive, Oculus Go, Samsung Gear VR und Google Daydream.

Titelbild und Quelle: Washington Post

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