Der Chipdesigner ARM hat einen VR-optimierten Display-Prozessor vorgestellt, der autarke VR-Brillen schneller machen soll.

Die neue DPU (Display Processing Unit) hört auf den Namen Mali-D77 und entlastet die Grafikeinheit eines Mobilprozessors, indem sie ihr mehrere Aufgaben abnimmt: ARM nennt die Zwischenbildberechnung Asynchronous Timewarp (ATW), die linsenbedingte Bildverzerrungskorrektur und den künstlichen Farbausgleich (chromatische Aberration).

Das Unternehmen erhofft sich davon höhere Renderauflösungen und Bildwiederholraten sowie niedrigere Latenzen für autarke VR-Brillen wie Oculus Quest.

Übernimmt die neue DPU die oben genannten Aufgaben, soll sich die Auslastung des Arbeitsspeichers signifikant reduzieren: ARM spricht von circa 40 Prozent niedrigerer Bandbreite bei den unten angegebenen Auflösungen und Bildwiederholraten. Der Energiebedarf soll um circa 12 Prozent sinken, wodurch der Akku der autarken VR-Brille länger durchhalten sollte.

Arbeitet die DPU mit, stehen der Berechnung von VR-Apps mehr Reserven zur Verfügung. BILD: ARM

Von der neuen Chiparchitektur sollen neben zukünftigen autarken VR-Geräten auch mobile XR-Headsets sowie VR-Brillen profitieren, die VR-Inhalte von einem PC, einer Konsole oder einem Smartphone streamen.

Die Grenze des technischen Machbaren liegt bei 2.160 mal 2.160 Bildpunkten pro Auge und einer Bildwiederholrate von 90 Hertz. Zum Vergleich: Oculus Quest löst mit 1.600 mal 1.440 Pixel pro Auge auf und bietet eine Bildwiederholrate von 72 Hertz.

Der Mali-D77 ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr als ein Chipdesign. Hersteller wie Qualcomm müssen zuerst den entsprechenden Chip bauen, bevor er in Smartphones und autarken VR-Brillen zur Anwendung kommen kann.

Titelbild: Matthias Bastian, Quelle: ARM

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