Multinarity: Start-up verspricht Killer-App für Mixed Reality

Multinarity: Start-up verspricht Killer-App für Mixed Reality

Das AR-Start-up Multinarity bastelt laut eigenen Angaben an der „Killer-App für Mixed Reality“. Zwei ehemalige Magic-Leap-Manager sind die Gründer.

Mit einem Paukenschlag meldet sich das israelische Start-up Multinarity auf dem XR-Markt zu Wort: 28 Millionen US-Dollar sammelt es in einer ersten Investitionsrunde ein. Das Geld kommt hauptsächlich von den Risikokapitalgebern VC Aleph und Corner Ventures.

Wofür genau Multinarity die hohe Summe erhält, das möchte das erst im Juni 2020 gegründete Start-up noch nicht verraten. Es macht aber deutlich, dass es auf XR-Software fokussiert ist, sehr wahrscheinlich für zukünftige schlanke AR-Brillen.

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Die beiden Gründer Tamir Berliner und Tomer Kahan versprechen ein alltagstaugliches Produkt, das täglich und dauerhaft genutzt werden kann und die Produktivität sowie Kreativität des Trägers fördert.

Wem das als Hinweis auf XR-Brillen-Software noch nicht genügt: Bei der exklusiven Enthüllung ihres Start-Ups bei Calcalistech lassen sich die beiden Gründer mit einer schlanken Brille in der Hand und vor einem Regal voller Tech-Brillen ablichten.

Gründer mit Magic-Leap-Geschichte

Berliner und Kahan haben in ihrem Berufsleben reichlich Erfahrung bei der Entwicklung von XR-Technologie sammeln können. Der CEO Berliner war Mitgründer der Sensorspezialisten von Primsense, die sich 2013 von Apple kaufen ließen. Zuletzt arbeitete Berliner als hochrangiger Manager bei Magic Leap Israel.

Kahan arbeitete ebenfalls als Manager bei Magic Leap, davor war er Vice President beim Unternehmen N-Trig, das Stylus-Technik entwickelte, die 2015 von Microsoft zumindest anteilig übernommen wurde.

Die beiden Gründer haben sich viel vorgenommen: Talente wollen sie mit dem Versprechen einfangen, dass Multinarity die „erste Killer-App für Mixed Reality“ entwickle. Zumindest beim Marketing haben sich die beiden Gründer offenbar von ihrem ehemaligen Arbeitgeber Magic Leap inspirieren lassen und denken von Anfang an groß.

Alllzweck-Software für den XR-Alltag

Die Webseite Calcalistech durfte die Software bereits testen und beschreibt sie als „einfach zu nutzen, mobil und eher für den Alltag gedacht als für die Unterhaltung oder eine spezifische Zielgruppe wie Designer oder Entwickler“.

Die Nutzung der Software sei „komplett intuitiv“, da sie auf dem „vorhandenen Wissen der Nutzer basiere“. Details zum konkreten Anwendungsszenario verrät die Webseite nicht. Berliner deutet zumindest an, dass es sich um eine Remote- oder Telepräsenz-App für die Kommunikation und Co-Kreation handeln könnte.

„Wir bauen endlich das, worauf jeder in diesem Bereich gehofft hat – ein Unternehmen und ein Produkt, das sich auf grenzenlose Produktivität konzentriert und die Interaktion zwischen Mensch und Computer von den Beschränkungen von Raum und Zeit befreit“, sagt Berliner. „Wir wollen die perfekte Umgebung für Innovation, Zusammenarbeit und Kommunikation schaffen.“

Quelle: Calcalistech | Titelbild: Hyper Reality

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