Es wird viel darüber berichtet – auch bei uns – wie neue virtuelle Technologien unsere Zukunft und den Alltag verändern können. Das im Detail zu visualisieren und zu konkretisieren, ist aber gar nicht so einfach; das eigene Vorstellungsvermögen stößt schnell an die Grenzen. Der Filmemacher Keiichi Matsuda hilft uns dabei, indem er Zukunftsfantasien aufgreift und in konkrete Bilder umsetzt.

Die Vision, die Matsuda präsentiert, ist allerdings wenig erfreulich. Der Kurzfilm zeigt eine von Werbeeinblendungen überladene und übertrieben grelle Welt, in der die größte Sorge der Protagonistin die gesammelten Treueprämien aus diversen Supermärkten sind. Jedes Detail in der Umgebung ist mit digitalen Informationen unterlegt. Die reale Welt schimmert in die Virtualität hindurch, nicht umgekehrt.

Matsuda zeigt eine Art permanentes Disneyland, erschaffen von Werbern und Digitalunternehmen, in der Nutzenversprechen und Fremdsteuerung miteinander verschwimmen. Eine Verschnaufpause gönnt uns “Hyper-Reality” nur in den wenigen Sekunden, in denen das System abstürzt und für einen kurzen Moment den Blick auf eine mit RFID-Codes gepflasterte, blasse Wirklichkeit freigibt. Dann springt das Disneyland wieder an.

Der Autor selbst beschreibt den Kurzfilm, der via Crowdsourcing auf einer Internetplattform finanziert wurde, wie folgt: “Unsere physische und virtuelle Realität wachsen immer stärker zusammen. Technologien wie VR, Augmented Reality, Wearables und das Internet der Dinge deuten auf eine Zukunft hin, in der Technologie jeden Aspekt unseres Lebens umspannt. Sie ist der Klebstoff zwischen jeder Interaktion und Erfahrung, bietet unglaubliche Möglichkeiten, kontrolliert aber auch, wie wir die Welt verstehen. ‘Hyper-Reality’ versuch…

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