Die Oculus-Quest-Version der Desktop-Streaming-App Virtual Desktop unterstützt jetzt Handtracking – und bietet so ein kleines bisschen Minority Report fürs Wohnzimmer.

In Version 1.14 integriert Virtual-Desktop-Entwickler Guy Godin Oculus’ neue Handtracking-Funktion für Oculus Quest (alle Infos): Übertragt ihr euren PC-Desktop per Wireless-Streaming in die Quest-Brille, könnt ihr euren Rechner nur mit den eigenen Händen bedienen. Aktionen wie Doppelklick oder Zoom sind einfachen Gesten zugewiesen.

Für Spiele ist das Handtracking laut Godin noch nicht geeignet: Zum einen läuft es mit nur 30 Bildern pro Sekunde. Für präzise, schnelle Bewegungen braucht Handtracking höhere Bildwiederholraten. Zum anderen gebe es keine gute Methode, alle Funktionen eines Spielecontrollers auf die Hand zu übertragen.

Handtracking ist noch kein Controller-Ersatz

Godin nennt seine Handtracking-Implementierung einen Proof of Concept: “Wenn man einen Film auf der Couch oder im Bett ansehen will, dann ist Handtracking sehr nützlich”, sagt mir Godin. Für Quest 2 erwartet er Verbesserungen, aber dass die Hände zeitnah zum Controller-Ersatz werden, glaubt Godin nicht.

Neben der Handtracking-Implementierung bietet die neue Virtual Desktop-Version eine bessere Kompatibilität mit Notebooks und Multi-GPU-Konfigurationen sowie mit externen GPUs. Die komplette Änderungsliste steht hier.

Virtual Desktop gibt es für rund 20 Euro im Oculus Store für Quest.

Derweil benutzen andere Entwickler Fingertracking für interessante Experimente: Cédric Girardin programmierte eine VR-App für Oculus Quest, mit der man das Fingeralphabet dank Handtracking leichter lernen kann als von bloßem Auge.

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