Microsofts Wissenschaftler versuchen, Augmented-Reality-Funktionen in ein herkömmliches Brillengestell zu bauen. Sie fangen mit dem Display an.

Kabetec VR-Brille

Für den Prototyp entwickelten die Wissenschaftler ein spezielles Projektionsverfahren, das sie als “digitale Holografie” bezeichnen. Die digitalen Grafiken werden mittels Laserlicht auf einem Display dargestellt, das nah am Auge getragen werden kann.

Der Vorteil des Darstellungsverfahrens ist neben dem kompakten Formfaktor ein vergleichsweise weites Sichtfeld von circa 80 Grad. Die Auflösung liegt bei 1.920 x 1.080 Pixeln, die Bildwiederholrate bei 60 Hz. Technologie für eine Auflösung bis zu 4K und 90 Hz ist laut dem Forschern verfügbar. Die Darstellung funktioniert derzeit nur monoskopisch. Ein Prototyp, der stereoskopisches 3D unterstützt, ist angedacht.

Die Wissenschaftler haben außerdem eine Möglichkeit entwickelt, den Fokus pro Pixel zu verschieben. Der Träger der Brille könnte so verschiedene Punkte an einem digitalen Objekt fokussieren, ähnlich wie in der Realität. Bei aktuell erhältlichen AR- oder VR-Brillen ist das Bild überall gleich scharf. Die Funktion kann laut Microsofts Wissenschaftlern die Bildschärfe für Menschen mit Astigmatismus korrigieren.

Allerdings gelingt es den Wissenschaftlern noch nicht, das weite Sichtfeld und den natürlichen Fokus gleichzeitig im Brillengestell zu verbauen. Das gleiche Problem beschreibt die Forschungsabteilung von Oculus VR bei einem aktuellen Display-Experiment.



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