Meta: Rund die Hälfte der Angestellten versteht das Metaverse nicht

Meta: Rund die Hälfte der Angestellten versteht das Metaverse nicht

Meta CEO Mark Zuckerberg muss weiter daran arbeiten, Angestellten und Investoren seine Metaverse-Vision zu vermitteln.

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In einer im Mai durchgeführten Umfrage unter 1000 Meta-Mitarbeitenden gaben 58 Prozent an, dass sie die Metaverse-Strategie des Unternehmens verstehen, berichtet die New York Times. Umgekehrt heißt das: 42 Prozent der Meta-Angestellten haben die Metaverse-Vision noch nicht verinnerlicht. Die Umfrage wurde im anonymen Business-Social-Network Blind durchgeführt.

Aus der Umfrage geht nicht hervor, in welchen Abteilungen die befragten Mitarbeitenden angesiedelt sind. Meta ist ein großer Konzern mit rund 70.000 Angestellten. Der größere Teil ist mit dem Kerngeschäft Social-Media-Werbung statt mit dem Metaverse involviert. Eine Verständnisrate von 58 Prozent könnte in diesem Kontext auch positiv interpretiert werden.

Mark fröhlich machen

Zudem soll es bei Meta interne Missstimmung wegen hoher Mitarbeitenden-Fluktuation und Team-Umstellungen entlang von Zuckerbergs Prioritäten geben. Zwei Mitarbeitende gaben an, dass Metaverse-Projekte intern im Spaß als „M.M.H.“-Projekte bezeichnet würden: „Make Mark happy.“

Letzte Woche leakten interne Memos des Horizon-Worlds-Chefs Vishal Shah, in denen er Meta-Mitarbeitende zweimal auffordern musste, die VR-Welt intern mehr im eigenen Arbeitsalltag zu nutzen und zu testen. Insgesamt soll die Anzahl an Horizon-Meetings in den letzten Monaten zugenommen haben, berichtet die NYT.

Meta laufen die Investoren weg

Metas Aktienkurs hat seit Anfang des Jahrs rund 60 Prozent verloren und damit den US-Technologieindex Nasdaq (circa -30 Prozent) deutlich underperformt. Meta stoppte in der Folge Einstellungen und einzelne Projekte.

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Die unterdurchschnittliche Meta-Performance kann als Zeichen gesehen werden, dass Investoren für Metas bestehende Geschäftsfelder mehr Herausforderungen als Wachstumspotenzial sehen und die Metaverse-Vision als Substitut nicht annehmen.

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Der Metaverse-Beschreiber Matthew Ball, an dessen Thesen sich auch Zuckerberg orientiert, sieht ein Risiko, dass Meta den falschen Zeitpunkt für die Metaverse-Transformation gewählt hat. Der Druck auf Metas Kerngeschäft sei „akut, erheblich und hat nichts mit dem Metaverse zu tun“, sagt Ball der New York Times.

Es bestehe das Risiko, dass Zuckerberg mit allem richtig liegt, was er über das Metaverse sagt, so Ball, aber der Zeitpunkt weiter in der Zukunft liege, als er es sich vorstelle. Zuckerberg nennt für seine Metaverse-Vision meist einen Zeitraum von circa zehn Jahren und rechnet mit einem signifikanten Umsatz erst ab 2030.

Quellen: New York Times