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Mark Zuckerbergs neuer Metaverse-Avatar war vier Wochen in Arbeit

Mark Zuckerbergs neuer Metaverse-Avatar war vier Wochen in Arbeit

Update vom 22. August 2022:

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Laut Dylan Dunbar, 3D-Artist bei Meta, ist der neue Zuckerberg-Avatar keine schnelle Reaktion auf die Kritik am aktuellen Horizon-Avatar: Dunbar gibt an, dass er gemeinsam mit dem Künstler Steve Rheinfrank knapp vier Wochen an dem von Grund auf neu erstellten Echtzeit-3D-Modell gearbeitet habe. Bis zur aktuellen Version habe das Modell 40 Iterationen durchlaufen. „Offenbar mochte Mark ihn genug, um ihn zu posten“, schreibt Dunbar bei Linkedin.

Es bedeutet wahrscheinlich auch, dass Zuckerbergs neuer Avatar nicht unmittelbar aus Horizon Worlds, sondern eher eine Vision, wie er eines Tages aussehen soll.

Ursprünglicher Artikel vom 20. August 2022:

Meta reagiert auf Avatar-Kritik: Horizon Worlds bekommt Grafik-Update

Meta reagiert auf die vehemente Kritik an der Grafik von Horizon Worlds. Das Proto-Metaverse soll bald ein umfassendes Tech-Upgrade für Avatare und Welten bekommen.

Belangloser Screenshot, bemerkenswerte Wirkung: Meta-CEO Mark Zuckerberg teilte kürzlich einen langweiligen, leblosen Screenshot seines Avatars vor einer öden Szenerie, um den Horizon-Worlds-Marktstart unter anderem in Frankreich zu feiern.

Das unterwältigende Bildnis sorgt für reichlich Spott und Häme im Internet: Meta investiert Milliarden ins Metaverse – für dieses Ergebnis?

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Metas Marketing-Team macht einen vermeidbaren Fehler

Der Screenshot zog wahrscheinlich mehr mediale Aufmerksamkeit und Kommentare in Social Media nach sich als Horizon Worlds insgesamt. Der Tenor ist fast ausschließlich negativ.

Vergleiche werden angestellt mit jahrzehntealten 3D-Plattformen wie Playstation Home oder Second Life, die detaillierter aussehen als das, was Meta derzeit bei Horizon Worlds bietet.

Metas Marketing-Abteilung hat offenbar unterschätzt, wie sehr die Milliarden-Investitionen ins Metaverse-Vorhaben auf dem Prüfstand stehen – und entsprechend kritisch hinterfragt werden: Die Tech-Welt nahm ein kleines, beiläufiges Update zu Horizon Worlds und einen einzelnen Screenshot als Beweis, dass Meta beim Metaverse viel mehr verspricht, als es in absehbarer Zeit liefern kann.

Zuckerberg steuert gegen – und verspricht Grafik-Update

Dass die Kritik im Meta-Hauptquartier angekommen ist, zeigt Zuckerbergs zeitnahe Reaktion: In seinen Social-Media-Kanälen räumt er ein, dass der von ihm veröffentlichte Horizon-Worlds-Screenshot „ziemlich einfach“ gewesen sei.

Seine Begründung überrascht mich, angesichts der langen Entwicklungszeit von Horizon Worlds, einer sicher intern vorliegenden Strategie für die Ausrollung der App sowie die Milliardeninvestitionen der letzten Jahre: Der Screenshot „wurde sehr schnell aufgenommen, um die Markteinführung zu feiern“, schreibt Zuckerberg.

Horizon könne grafisch deutlich mehr leisten, so Zuckerberg weiter, „sogar mit VR-Brillen“, und würde schnell besser. Der Meta-CEO kündigt „große Updates“ für Horizon-Welten und Avatare an und teilt einen ersten Vorgeschmack (siehe Titelbild und folgendes Bild).

Metas Horizon Worlds bekommt ein Grafik-Upgrade. Der Screenshot soll einen ersten Vorgeschmack auf eine schönere 3D-Welt geben, die zukünftig auch auf 2D-Screens laufen wird. | Bild: Meta

Weitere Neuigkeiten zu Horizon Worlds soll es auf der Meta Connect XR-Fachkonferenz im Herbst geben. Es scheint so, dass die negativen Reaktionen auf den jüngst veröffentlichten Horizon-Screenshot Zuckerberg dazu bewegten, eine Überraschung der Konferenz vorab zu verraten.

Quellen: Facebook