Meta Quest 2: Neue Malware filmt mit, was ihr in VR macht

Meta Quest 2: Neue Malware filmt mit, was ihr in VR macht

Eine neue Malware kann den Bildschirm einer VR-Brille aufnehmen und das Material an den Angreifer zurückschicken.

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Dies meldet die New Yorker Cybersicherheitsfirma Reasonlabs, die die Gefahr identifizierte.

Wie funktioniert die Malware mit dem "Big Brother"? Und wie kann man sich schützen?

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Die Malware hat ihren Ursprung in einem PC-Schadprogramm, das auf einem Windows-Rechner installiert und ausgeführt wird. Die Malware schlummert anschließend auf dem System, bis sich ein Android-basiertes VR-Headset mit aktiviertem Entwicklermodus mit dem PC verbindet.

Mögliche Kandidaten sind Geräte wie die Meta Quest 2 (Test), die Pico Neo 3 Link (Test) oder die Vive Focus 3 (Test).

Die VR-Szene wird abgefilmt und verschickt

Die Malware öffnet einen TCP Port, über den Angreifer auf dem PC VR-Sitzungen aufnehmen und speichern können. Eine Voraussetzung ist, dass die VR-Brille mit dem gleichen WLAN verbunden ist wie der PC – eine Kabelverbindung wird nicht benötigt.

Über den TCP Port wird das aufgezeichnete Material anschließend an den Angreifer übermittelt – für Industriespionage oder Erpressung, im Falle kompromittierenden Materials.

Eine Darstellung der Funktionsweise der Big-Brother-Malware.

So geht der Malware-Angriff vonstatten. | Bild: ReasonLabs

Gefährdet sind Unternehmen, Entwickelnde und VR-Enthusiast:innen, die sowohl PC-VR-Streaming (Guide) als auch Sideloading (Guide) verwenden. Sideloading setzt voraus, dass man den Entwicklermodus aktiviert.

Besonders gefährlich kann es werden, wenn man via VR-Brille am PC arbeitet und auf sensitive Informationen zugreift oder Passwörter eingibt, da der Bildschirminhalt aufgezeichnet wird.

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So verhindert ihr einen Angriff durch "Big Brother"

Dass VR-spezifische Malware entsteht, sollte niemanden überraschen: Die Verbreitung entsprechender Geräte steigt zunehmend und damit auch die Attraktivität, Virtual-Reality-spezifische Schadsoftware zu entwickeln.

Mit der Zeit dürfte Malware entstehen, die die VR-Headsets ohne den Umweg über einen PC angreift. Eine besonders empfindliche Schnittstelle sind VR-Webbrowser. Sich Malware auf einer infizierten Webseite einzufangen, wäre ein Leichtes, sofern Android eine entsprechende Sicherheitslücke aufweist.

Meta, HTC und Pico äußerten sich bislang nicht zur Big-Brother-Malware.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte den Entwicklermodus nur während des Sideloadings anschalten ober überprüfen, ob es die gewünschte VR-App nicht auch im App Lab gibt. Metas alternativer App-Store bedarf keines Sideloadings.