Meta Quest 2: So weit ist das Display von Retina-Auflösung entfernt

Meta Quest 2: So weit ist das Display von Retina-Auflösung entfernt

Auf der Displayweek enthüllte Meta interessante Zahlen zum Display der wichtigsten VR-Brille der Gegenwart.

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Die Displayweek ist eine alljährlich stattfindende Konferenz der Society for Information Display (SID), auf der neue Displays erstmals ausgestellt und Vorträge über Display-Technologien gehalten werden. Dieses Jahr fand sie vom 8. bis 13. Mai 2022 in San José, Kalifornien statt.

David Heaney von UploadVR war anwesend und besuchte einen Vortrag von Metas Display-Ingenieur Cheon Hong Kim mit dem Titel „High-PPI Fast-Switch Display Development for Oculus Quest 2 VR Headsets“. Darin gab Hong Kim Einblick in die Implementierung und nannte bislang unbekannte technische Details des Displays.

Display der zweiten Generation

Die Meta Quest 2 nutzt ein schnell schaltendes LC-Display. Das bedeutet, dass die Pixel nur den Bruchteil einer Sekunde leuchten können. Dies ist erforderlich, um einen unschönen Verwischungseffekt zu vermeiden. In der Fachsprache spricht man in diesem Zusammenhang auch von Low Persistence.

Die ersten kommerziellen VR-Brillen wie die Oculus Rift, HTC Vive und Playstation VR nutzten allesamt OLED-Displays, weil diese Art Display hohe Reaktionszeiten ermöglichte. Erst später wurden wesentlich günstigere, schnell schaltende LC-Displays erfunden und in Massen hergestellt. Sie kommen in Geräten wie der Oculus Go, Valve Index und eben auch der Meta Quest 2 zum Einsatz.

Nur ein Teilbereich des Displays wird genutzt

Die Auflösung (1.920 mal 3.664 Bildpunkte) und maximale Bildwiederholrate (120 Hertz) des in der VR-Brille eingesetzten LC-Display sind bekannt. Im Vortrag kamen weitere Details ans Licht: Demnach ist das Display 5,46 Zoll groß, verfügt über eine Pixeldichte von 773 PPI und leuchtet mit 100 Nits. Im normalen Betrieb kann das Display heller leuchten, der Luminanzwert bezieht sich auf den Low-Persistence-Modus.

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Da Quest 2 ein Einzeldisplay mit drei IPD-Einstellungen nutzt, ist immer nur ein Teilbereich der vollen Displayfläche zu sehen. Die Auflösung ist demnach tiefer als die angegebenen 1.920 mal 1.832 Bildpunkte pro Auge. Um Platz zu sparen, wurden die Ecken abgeschnitten.

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Noch weit von der Retina-Auflösung entfernt

Hong Kim ging außerdem auf den berühmt-berüchtigten Fliegengittereffekt ein. Das LC-Display der Quest 2 hat ein dichteres Pixelmuster als die ersten Virtual-Reality-Brillen, aber die Zwischenräume sind noch immer zu sehen.

Die Quest 2, so enthüllte Hong Kim zum Schluss, hat einen PPD von 21 (Pixeldichte abhängig vom Sichtfeld). Das ist ein ordentlicher Sprung im Vergleich zur Oculus Rift (2016), die circa 14 PPD beträgt, aber längst nicht mit der Leistungsfähigkeit des menschlichen Auges zu vergleichen, die bei circa 60 PPD  liegt. Bis zur Retina-Auflösung ist es demnach noch weit. Genau die sei jedoch Metas Ziel, heißt es im Vortrag.

Im UploadVR-Artikel könnt ihr Abbildungen der Powerpoint-Präsentation einsehen sowie weitere Details nachlesen. Die Lektüre lohnt sich.

Quellen: UploadVR

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