Meta Quest 2: Intel ermöglicht PC-VR-Streaming ohne Router & Dongle

Meta Quest 2: Intel ermöglicht PC-VR-Streaming ohne Router & Dongle

Intel und Meta kooperieren beim PC-VR-Streaming und ermöglichen eine direkte Verbindung zwischen Meta Quest und PC – mit niedriger Latenz.

Für optimales PC-VR-Streaming (Guide) wird eine USB-Kabel-Verbindung, ein (dedizierter) Router oder Metas Wi-Fi-Dongle VR Air Bridge benötigt. Letzteren gibt es in Deutschland noch nicht zu kaufen.

In Zukunft wird es eine weitere Möglichkeit geben, Meta Quest 2 oder Meta Quest Pro mit einem PC zu verbinden, die weder eines Kabels noch eines Routers oder Dongles bedarf und laut ersten Messungen eine Latenz von unter 5 Millisekunden erreicht. Standard-Setups kommen auf eine durchschnittliche Latenz von 30 ms.

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Intel und Meta haben zusammengearbeitet und Intels Wi-Fi-Chip AX1690 für PC-VR-Streaming optimiert. Der Pressemitteilung zufolge ist diese Funktionalität derzeit nur für Intels HX-Prozessoren, die für Gaming-Laptops gedacht sind, verfügbar. Falls ihr euch in nächster Zeit einen Gaming-Laptop kaufen solltet und gerne PC-VR-Spiele spielt, könnte es sich lohnen, darauf zu achten.

So funktioniert Intels PC-VR-Streaming

Die neue Streaming-Lösung basiert auf Intels Double Connect Technology (DCT) und wurde letzte Woche auf der CES vorgestellt. DCT wurde bereits vor einem Jahr eingeführt, aber erst jetzt für die PC-VR-Nutzung optimiert.

DCT ermöglicht zwei gleichzeitige Wi-Fi-Verbindungen zwischen PC und externen Geräten. Im Falle von PC-VR-Streaming wird einer der beiden "Kanäle" für eine direkte Verbindung zwischen Meta Quest 2 oder Meta Quest Pro reserviert, während die andere wie gehabt für die Kommunikation mit einem Router gedacht ist.

Vergleich zwischen DCT und einem Standard-Setup.

Der Unterschied zwischen Intels DCT-Lösung und einem Standard-Setup. | Bild: Intel

Mit der direkten Wi-Fi-Verbindung zwischen PC und VR-Brille wird der Router (oder Wi-Fi-Dongle) nicht mehr fürs PC-VR-Streaming benötigt und ein Verbindungssprung eliminiert. Das Resultat ist ein deutlich einfacheres Setup sowie eine 20 Prozent niedrigere Latenz, schreibt Intel. Im Grunde braucht man nicht mehr als einen Laptop und die Meta-Quest-Brille.

Meta will Hürden des PC-VR-Gamings beseitigen

Die DCT-Funktionalität wird derzeit nur von Intels AX1690-Chip und HX-Prozessoren unterstützt. Entsprechende Mainboards stellen unter anderem Acer, Dell, Lenovo, MSI und Gigabyte her.

Von den Bandbreiten und Features von Wi-Fi 6E profitiert zwar nur Meta Quest Pro (sobald Meta die Unterstützung des Wi-Fi-Standards per Update aktiviert, was demnächst geschehen sollte), aber Meta Quest 2 sei ebenfalls mit der Technologie kompatibel, schreibt Metas Wireless-Chef Bruno Cendón auf Twitter.

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Die Kooperation mit Intel zeigt, dass Meta weiterhin an Lösungen für reibungsloses PC-VR-Gaming arbeitet. Vor kurzem betonte Metas Technikchef Andrew Bosworth, dass PC-VR-Gaming immer noch sehr wichtig sei für Meta und teaserte diese Lösung an. Die Frage ist natürlich, ob Intels Technologie in Zukunft breiter verfügbar sein wird (etwa für Desktop-PCs).

Das folgende Video veranschaulicht, wie die Technologie funktioniert.

Guy Godin, Entwickler von Virtual Desktop, zeigt sich uns gegenüber wenig begeistert:

"Das ist Marketing-Bullshit. Die Latenz ändert sich nicht. Die Netzwerklatenz beträgt bereits circa 5 Millisekunden (nicht 30 Millisekunden), wenn man das empfohlene Set-up einsetzt: einen Router, der per Kabel mit dem Computer verbunden ist."

Andere potenzielle Vorteile dieser Lösung, wie den Wegfall externer Wi-Fi-Geräte für die Nutzung des PC-VR-Streamings, kommentierte er nicht.

Zu diesem Zeitpunkt ist nicht klar, ob Intels Lösung Air-Link-exklusiv ist, oder ob auch Virtual Desktop von dem Feature profitieren kann.

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Alle Informationen zur Meta Meta Quest 2 und Meta Quest Pro findet ihr in den verlinkten Tests.

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Quellen: Wi-Fi Now Global