Meta Quest 2: Eindrucksvolle Grafik-Demo „Agency“ wird zum Spiel

Meta Quest 2: Eindrucksvolle Grafik-Demo „Agency“ wird zum Spiel

Die Tech-Demo Agency zeigte, was man grafisch aus der Meta Quest herausholen kann. Nun wird aus ihr ein vollwertiges Produkt.

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Die Tech-Demo entstand 2019, als Entwickler Blair Renaud versuchte, sein PC-VR-Spiel Technolust auf die Meta Quest zu portieren. Mithilfe von Googles VR-Rendertechnik Seurat zauberte Blair erstaunlich detaillierte Cyperpunk-Umgebungen, wie MIXED-Kollege Matthias in seinem Agency-Test vor drei Jahren schrieb.

Seurat funktioniert folgendermaßen. Zuerst wird eine 3D-Szene digital abfotografiert. Anschließend wird aus diesen Aufnahmen dieselbe 3D-Szene wie eine Pappkulisse nachgebaut. Dieser Nachbau benötigt nur einen Bruchteil der Rechenleistung der vollständig gerenderten 3D-Szene, dafür zeigt er sie nur aus einem eingeschränkten Blickwinkel in vollen Details an.

Das folgende Video veranschaulicht die Funktionsweise von Seurat.

Grünes Licht für Agency

Da Renaud mit Low-Fi bereits ein großes VR-Spiel in Entwicklung hatte, verfolgte er das Projekt nicht weiter – obwohl Meta Interesse an der Portierung bekundete.

Hinter den Kulissen muss etwas im Gange gewesen sein, denn jetzt kündigt Renaud an, dass die Arbeit an Agency begonnen hat und dass das Spiel für Meta Quest im Oculus Store erscheinen wird. Das Projekt hat demnach grünes Licht von Meta bekommen.

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Entwickelt wird Agency von Andre Elijahs VR-Studio, das Auftragsarbeiten für namhafte Kunden wie Google, Meta und Valve umsetzte.  „Er wird dafür sorgen, dass Agency ein erstklassiges Erlebnis und ein visueller Genuss wird“, schreibt Renaud, der auch eine PC-VR-Version von Agency ankündigte.

Der Entwickler bestätigte mir gegenüber, dass Seurat zum Einsatz kommen wird. Auf der Meta Quest 2 könnten damit beeindruckende VR-Umgebungen entstehen.

Worum geht es in Agency?

Zum Inhalt und Umfang des Spiels sagte Renaud nichts. Die Tech-Demo erschien 2021 im App Lab und enthält dort eine Beschreibung der Geschichte.

Demnach seid ihr eine Android, der ein experimentelles Firmware-Update aufgespielt bekommen hat. Ihr besitzt plötzlich einen freien Willen und damit auch das Vermögen, aus dem Gefängnis auszubrechen, in dem ihr euch wiederfindet.

Der Entwickler Blair Renaud wurde durch

Eine Szene aus einer frühen Version von Low-Fi. | Bild: Blair Renaud

„Dich erwartet ein reichhaltiges narratives Abenteuer voller hoch detaillierter Charaktere und Umgebungen, spannender Minispiele und einem Grund, immer wieder zurückzukehren. Lebe die ultimative Cyberpunk-Machtfantasie aus: Beginne als schwacher Diener und ende als Anführer einer Roboterrebellion“, heißt es in der Inhaltsbeschreibung.

Low-Fi: Cyberpunk-Spiel für VR und 2D

Agency ist laut Renaud ein Prequel und Begleitstück für sein langjähriges Projekt Low-Fi, dem spirituellen Nachfolger von Technolust.

Das Spiel hat eine lange Entwicklungsgeschichte. Im Herbst 2019 absolvierte das Projekt eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne. Die Veröffentlichung wurde anschließend immer wieder verschoben, zuletzt in das Jahr 2022. Low-Fi ist mittlerweile auch für die PS5 und Playstation VR 2 bestätigt.

Ich konnte 2019 eine frühe Version des Spiels ausprobieren, in dem ihr die Rolle eines Cops in einer dystopischen Cyberpunk-Stadt schlüpft und Kriminalfälle löst. Die Demo beeindruckte durch ihre an Blade Runner erinnernden Kulissen und Stadtszenen, bot jedoch noch keine ausgefeilten Spielmechaniken.

Auf Itch.io könnt ihr euch die aktuelle Version kaufen und selbst ausprobieren.

Quellen: Twitter