Meta Quest 2: Die Spiele werden immer schöner

Meta Quest 2: Die Spiele werden immer schöner

Auf dem Quest Gaming Showcase zeigt Meta mobile VR-Spiele in einer grafischen Qualität, die ich vor drei Jahren für unmöglich gehalten hätte.

Anzeige
Anzeige

Das dachte ich wiederholt, als ich das Ereignis live am Mittwoch verfolgte und kleine Grafikwunder wie Red Matter 2, Bonelab und Espire 2 ausmachte.

Trailer müssen nicht immer der tatsächlichen Erfahrung entsprechen und im Falle von Red Matter 2 und Bonelab wurde bestätigt, dass sie am PC aufgenommen wurden. Aber es gibt starke Hinweise, dass sich die mobilen Versionen nicht wesentlich von den PC-VR-Fassungen unterscheiden.

___STEADY_PAYWALL___

Das Studio hinter Red Matter 2 schrieb auf Twitter, dass der Trailer die Grafik der mobilen Version emuliert. Da ich den ersten Teil vor kurzem durchgespielt habe, glaube ich das Vertical Robot. Das erste Red Matter ist selbst heute noch das vielleicht schönste Spiel für Meta Quest 1 & 2, zumindest was grafischen Realismus betrifft. Diese Leistung will das Studio mit dem zweiten Teil noch übertreffen und verspricht die "bis dato beste Grafik auf Mobile-VR".

Bonelab: Mobile-VR ohne große Abstriche

Das Bonelab-Studio hat nach der Ankündigungen Screenshots veröffentlicht, die einen direkten Vergleich zwischen der Grafik der Quest-2- und PC-Version zulassen. Bei der Quest-2-Fassung fehlen einige Lichteffekte und die Details an den Modellen sind geringer. Das Gesamtbild bleibt erhalten. Das Spiel läuft auf Quest 2 mit einer Bildwiederholrate von 90 Hertz.

Der Spieler interagiert mit einem Skelett, einmal in der Quest- und einmal in der PC-VR-Version.

Das obige Bild zeigt die Quest-2-Version, das untere die PC-VR-Version. | Bild: Stress Level Zero

Weitere Screenshot-Vergleiche findet ihr in einem Reddit-Beitrag.

Quest 1 ist tot, es lebe Quest 2

Von Spielekonsolen ist es bekannt, dass Spiele im Laufe einer Konsolengeneration hübscher werden, da Studios immer mehr Erfahrung mit einer Hardware sammeln und wissen, wie sie deren Potenzial ausreizen. Mit Virtual-Reality-Brillen wie der Quest 2 verhält es sich ähnlich, da die zugrundeliegende Technik auch hier über längere Zeit gleich bleibt. Die Werkzeuge werden besser, Studios lernen die Tricks und rendern effizienter.

Der Grafiksprung der Quest-Plattform hat noch einen weiteren Grund: Der Chip der Meta Quest 2 rendert zumindest auf dem Blatt doppelt so schnell wie der Snapdragon 835 in der Original-Quest. Studios können demnach eine viel größere Leistung abrufen, wenn sie nur für Quest 2 optimieren – obwohl der XR2-Chip wegen der Hitzeentwicklung und Akkulaufzeit längst nicht mit voller Leistung läuft.

logo
  • checkMIXED.de ohne Werbebanner
  • checkZugriff auf mehr als 9.000 Artikel
  • checkKündigung jederzeit online möglich
ab 3,50 € / Monat
logo

Eine künstliche Grafikbremse war bislang, dass Entwickelnde angehalten waren, ihre Spiele für beide VR-Brillen herauszubringen. Klar ist, dass sie dabei für den kleinsten gemeinsamen Nenner entwickeln mussten und das ist die schwächere Meta Quest 1.

Die gute Nachricht ist, dass die obige Regel durchlässiger geworden ist: Viele neue Quest-Spiele mit anspruchsvollerer Grafik erscheinen nur noch für Meta Quest 2, darunter die oben genannten Titel.

Die Meta Quest ist mehr oder weniger tot und das Potenzial des Nachfolgers kann nun voll ausgeschöpft werden, was sich in den neuesten VR-Spielen entsprechend niederschlägt.

Grafisch ist noch Luft nach oben

Ist damit schon das Ende der Fahnenstange erreicht? Keineswegs. Eine neue Rendertechnik namens Application Spacewarp (Erklärung) verspricht bis zu 70 Prozent mehr CPU- und GPU-Leistung mit Quest 2.

Weil AppSW erst vor kurzem veröffentlicht wurde und Studios sie erst noch in ihre VR-Spiele implementieren müssen, wird es noch eine Weile dauern, bis diese Methode Grafik weiter verbessert. In den nächsten Monaten dürfte es so weit sein, mit Green Hell VR setzt bereits ein Titel auf die neue Rendertechnik.

Weder Bonelab noch Red Matter 2 setzen derzeit auf AppSW, hier ist also noch Luft nach oben. Ob Espire 2 die Rendertechnik nutzt, ist nicht bekannt.

Das Bonelab-Studio denkt über eine AppSW-Implementierung nach, um die Physik-Engine weiter zu pushen, während das Studio hinter Red Matter 2 ebenfalls mit dem Gedanken spielt, die Rendertechnik bis zum Release einzubauen.

Eine Spiele-Übersicht zum Meta Quest Gaming Showcase findet ihr hinter dem verlinkten Artikel.