3D

Holo-Display mit 2,5 Milliarden Pixeln – Erste Erfahrungsberichte

Holo-Display mit 2,5 Milliarden Pixeln – Erste Erfahrungsberichte

Nach vier Jahren Forschung und Entwicklung zeigt das Start-up Light Field Lab das erste Produkt: ein Display, das realistische Hologramme in den Raum zeichnen soll. Eine VR- oder AR-Brille wird nicht benötigt.

Light Field Lab spricht vom „höchst auflösenden holografischen Display aller Zeiten“. Mit einem 28-Zoll-Panel, das 2,5 Milliarden Bildpunkte darstellen soll, könnte das hinkommen. Die Displays können zu beliebig großen Leinwänden für Museen oder öffentliche Plätze zusammengesteckt werden.

„SolidLight“ nennt Light Field Lab das Produkt, das Lichtstrahlen in eine Vielzahl Richtungen aussendet, sodass das projizierte Objekt selbst bei sich wechselnder Perspektive solide erscheint.

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So stellt sich Light Field Lab die großformatige Zukunft der Displays vor. Bis dahin ist allerdings noch ein weiter Weg. | Bild: Light Field Lab

Aufwendige Technik

Nun sollte man nicht erwarten, sich in Kürze einen SolidLight-Monitor ins Zimmer stellen zu können. Die dahinter steckende Technik ist komplex und setzt laut der offiziellen Internetseite „Server und GPUs“ voraus. Dafür soll sie weiter gehen als bisherige holografische Displays, die jahrhundertealte optische Tricks oder stereoskopische Projektion nutzen.

Ob Light Field Lab einen komplett neuen technischen Ansatz verfolgt oder bestehende Technologie nur verfeinert, ist von außen schwer zu beurteilen. Das Start-up selbst stellt das Produkt, klar, als revolutionär und einzigartig dar.

SolidLight-Display: Erste Erfahrungsberichte

Die US-Techseiten CNET und Venturebeat durften die Technik in Augenschein nehmen und das Hologramm eines Chamäleons bewundern. Laut CNET braucht es dafür weder spezielle Brillen noch muss man direkt vor dem Display stehen, um das Tier zu sehen. Besonders eindrucksvoll ist, dass man das Chämaleon mit einer Lupe vergrößern kann, ohne dass die Illusion zerstört wird.

„Ich konnte sehen, dass es ein wenig unscharf und pixeliger war als seine Umgebung. Aber es war ein 3D-Objekt, denn ich konnte meinen Kopf bewegen und verschiedene Teile des Chamäleons sehen“, schreibt Venturebeat. Die Technologie setze keinerlei Kopf- oder Blickverfolgung voraus, zeige keine Latenz und führe nicht zu Übelkeit.

Die Vorbestellungen beginnen

Light Field Lab hat 2019 erste Geräte verkauft, die in den nächsten ein bis drei Jahren kommerzielle Anwendung finden sollen. 2022 soll die Massenfertigung beginnen, weshalb das Start-up auf der offiziellen Internetseite ab sofort Vorbestellungen entgegennimmt. „Die Preise variieren je nach Größe und Anwendungsparametern“, schreibt Light Field Lab.

Das Start-up wurde 2017 von Ex-Angestellten des gescheiterten Lichtfeldunternehmens Lytro gegründet. Es beschäftigt derzeit 25 Fachkräfte. Das Unternehmen konnte bislang 25 Millionen US-Dollar Risikokapital einsammeln. Zu den Investoren gehören unter anderem Samsung, Verizon und Bosch.

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Quelle: CNET, Venturebeat