Das US-Startup Light Field Lab möchte ein leinwandgroßes holografisches Display bauen und erhält dafür weitere 28 Millionen US-Dollar von Investoren. Mit dem neuen Kapital soll der aktuelle Prototyp zu einem marktreifen Produkt weiterentwickelt werden.

Light Field Lab bezeichnet das eigene Display als “holografische Projektionswand”. Der Prototyp besteht ersten Tests zufolge aus einem zehn mal 15 Zentimeter großen Display, das einen Tiefeneffekt von bis zu fünf Zentimeter innerhalb eines Sichtkegels von 30 Grad darzustellen vermag – ohne spezielle Brille, Bewegungserfassung oder spürbare Latenz.

Dafür sollen 150 Millionen Lichtstrahlen berechnet und mittels komplexer Wellenleiter ins Auge des Betrachters geworfen werden. Das Startup spricht von “16K mal 10K holografischen Subpixeln”.

Der Prototyp soll im nächsten Schritt zu einem 45 Zoll großen Display erweitert werden, das Hologramme mit einer Tiefe von circa 60 Zentimeter darstellen kann. Einzelne Displays können zusammengesteckt werden, sodass sie großflächige holografische Wände bilden.

Erst später für Heimnutzer

Als Zielgruppe sieht das Unternehmen Betreiber ortsbasierter Unterhaltungsangebote wie Einkaufszentren, Kasinos und Vergnügungsparks. Sie sollen das Potenzial der neuen Technologie entfalten.

Erst danach soll die Technologie ihren Weg in die Wohnzimmer finden. “Die Art von Erfahrung, die wir anpeilen, richtet sich letzten Endes an Heimnutzer”, versichert der CEO Jon Karafin gegenüber Venturebeat.

Nach einer Startfinanzierung über sieben Millionen US-Dollar Anfang 2018, konnte sich das Startup nun weitere 28 Millionen US-Dollar sichern. Die Hauptinvestoren sind Bosch Venture Capital and Taiwania Capital. Weiteres Risikokapital wird unter anderem von Samsung, Verizon Ventures, Comcast und Khosla Ventures bereitgestellt.

Light Field Lab wurde 2017 von drei Ex-Angestellten des mittlerweile aufgelösten Lichtfeldunternehmens Lytro gegründet. Das Startup beschäftigt 14 Mitarbeiter.

Titelbild: Light Field Lab, Quelle: Venturebeat

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