Lenovo vertreibt ab sofort Varjo-Brillen: Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen Komplettlösungen für XR-interessierte Unternehmen anbieten. Wie sehen die neuen Workstations aus?

Lenovo tritt künftig als Vertriebspartner des finnischen VR-Brillen-Herstellers Varjo auf. Das gaben die beiden Tech-Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt. Künftig werden alle verfügbaren Varjo-Geräte über Lenovos Vertriebskanäle erhältlich sein. Zudem will Lenovo eigene Workstations anbieten, die für den Einsatz mit Varjos VR- und XR-Brillen zertifiziert werden. Erste kompatible Desktop-PCs und Laptops sind bereits bekannt.

Certified for Varjo: Lenovo zertifiziert Rechner für VR

Die zertifizierten Komplettlösungen sind speziell auf Mixed-Reality-Anwendungen abgestimmte Kombinationen aus Lenovo-Rechnern und VR-Brillen von Varjo. Beide Unternehmen testen laufend die Kompatibilität ihrer Geräte und möchten damit Interessenten den Einstieg in VR und XR erleichtern.

“Mit Lenovo als Varjo-Wiederverkäufer eliminieren wir einen Großteil der Komplexität und machen es den Kunden einfach, VR und XR am Arbeitsplatz einzusetzen”, sagt Varjo-Chef Timo Toikkanen. Die nachfolgenden Desktop-PCs und Laptops schreibt Lenovo derzeit als “Certfied for Varjo” aus.

Optimiert für die Nutzung mit Varjo VR-2, VR-2 Pro und XR-1:

  • ThinkStation P520
  • ThinkStation P720
  • ThinkStation P920

Optimiert für die Nutzung mit Varjo VR-2 und VR-2 Pro:

  • ThinkPad P53
  • ThinkPad P73
  • ThinkPad P15
  • ThinkPad P17

Auch Lenovos Solution Portfolio Lead Mike Leach sieht großes Potenzial in der Zusammenarbeit mit Varjo: Gemeinsam könne man eine einzige Anlaufstelle für zertifizierte Workstations und VR- und XR-Geräte bieten.

Lenovo & Varjo: XR-Komplettlösung für Design und Ingenieurwesen

Leach zufolge wurden viele aktuell am Markt erhältliche VR-Lösungen für Unternehmen ursprünglich für den Konsumenten-Markt konzipiert. Lenovo Workstations und VR- und XR-Brillen von Varjo seien hingegen speziell auf anspruchsvolle Anwendungsszenarien in Unternehmen zugeschnitten.

Die kombinierten Lösungen sollen vor allem Unternehmen ansprechen, die sich mit Design oder Ingenieurwesen befassen. Fortbildungen und Simulationen sowie anspruchsvolle Anwendungen in Medizin und Forschung werden ebenfalls als potenzielle Einsatzgebiete genannt.

VR-Brillen von Varjo erreichen eine Auflösung nahe des menschlichen Sehvermögens: Durch eine spezielle Doppel-Displaykonstruktion schafft die Varjo VR-2 laut Hersteller beispielsweise 60 Pixel pro Grad. Diese hohe Auflösung wird allerdings nur im Fokusbereich der VR-Brille erreicht.

Das periphere Sichtfeld ist niedriger aufgelöst. Deshalb eignet sich die VR-Brille vor allem für Anwendungen, die auf Produktivität ausgelegt sind und weniger auf Immersion. Weitere Informationen und unsere Einschätzungen zu den Geräten von Varjo findet ihr in unserem großen VR-Brillen-Vergleich oder in unseren Tests zu Varjo VR-1 und Varjo VR-2 (Test).

Nächster Schritt auf Varjos Expansionsplan

Erst im August sicherte sich Varjo neues Kapital. In einer Serie-C-Investitionsrunde stellten die Geldgeber Tesi, NordicNinja und Swisscanot weitere 54 Millionen US-Dollar bereit und steigerten Varjos Gesamt-Risikokapital auf mehr als 100 Millionen US-Dollar.

Varjo will in eine globale Expansion und die Weiterentwicklung von Soft- und Hardware investieren. Das eigene Vertriebsnetzwerk umspannte schon vor der Partnerschaft mit Lenovo über 40 Länder. Mit dem 50 Milliarden US-Dollar schweren Computer- und Smartphone-Hersteller an der Seite dürften sich für Varjo weitere Türen öffnen. Lenovo ist nach eigenen Angaben auf weltweit 180 Märkten tätig.

Titelbild & Quelle: Lenovo

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