Künstliche Intelligenz: Intel investiert Milliarden in Prozessor-Startup

Künstliche Intelligenz: Intel investiert Milliarden in Prozessor-Startup

Für zwei Milliarden US-Dollar kauft Intel das israelische KI-Startup Habana Labs, das für KI-Berechnungen optimierte Prozessoren entwirft.

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Das 2016 gegründete und mit rund 75 Millionen US-Dollar finanzierte KI-Startup Habana Labs gehört zukünftig zu Intel. Der Konzern will mit dem auf KI-Chips spezialisierten Startup das eigene KI-Portfolio erweitern und sich zukunftssicher aufstellen. Das Startup soll zunächst unabhängig weiterarbeiten. Intel gehörte schon vor der Übernahme zu den Investoren von Habana Labs.

"Wir wissen, dass Kunden nach einfacher Programmierbarkeit mit speziell entwickelten KI-Lösungen sowie nach überlegener, skalierbarer Leistung bei einer Vielzahl von Workloads und neuronalen Netzwerktopologien suchen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass ein KI-Team von Habanas Kaliber mit nachweisbaren Erfolgen in diesem Bereich jetzt zu Intel gehört", sagt Intels Datencenter-Manager Navin Shenoy.

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Geballte KI-Power in Rechenzentren

Habana bietet auf KI-Training spezialisierte Prozessoren für Rechenzentren an. Die Spezialchips sollen gängige Prozessoren und Grafikkarten bei KI-Berechnungen um den Faktor vier übertreffen. Der Trainingsprozessor Gaudi HL-2000 eignet sich dank zehn integrierter 100-Gigabit-Ethernet-Ports für die Reihenschaltung in Rechenzentren.

Bis 2024 rechnet Intel bei KI-Chips mit einem Marktvolumen von bis zu 25 Milliarden US-Dollar. Fast die Hälfte dieses Umsatzes soll mit KI-Chips für Rechenzentren erzielt werden.

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Schon 2016 kaufte Intel ein KI-Prozessoren-Startup: Für Nervana wurden rund 400 Millionen US-Dollar fällig. Das Startup ist mittlerweile in den Konzern integriert. Im Sommer stellte Intel dann den "Nervana Neural Network" Prozessor (NNP-T) vor sowie Kooperationspläne zu KI-Hard- und Software mit dem chinesischen Suchmaschinenunternehmen Baidu.

Google hofft derweil, dass KI auf Spezialchips nicht nur besser läuft - sondern auch bei deren Entwicklung hilft.

Quelle & Titelbild: Intel

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