Handschellen? Check. Pfefferspray? Check. Pistole? Check. VR-Brille … äh, wie bitte? Richtig gelesen: UK-Polizisten sollen Verkehrsrowdys, die Fahrradfahrer rücksichtslos überholen, zukünftig mit Oculus Go belehren.

Fahrradfahrer kennen die Nahtoderfahrung, wenn ein Auto mit hohem Tempo nur Zentimeter am eigenen Drahtesel vorbeischrammt. Das Problem: Viel mehr Menschen fahren Auto als Fahrrad. Nicht jeder Autofahrer kennt also den PWK-Todeshauch aus eigener Erfahrung – und schätzt den angenehmen Sicherheitsabstand beim Überholvorgang falsch ein.

Genau an dieser Stelle setzt das VR-Training der gemeinnützigen Organisation “Cycling UK” an. Sie produzierte einen 360-Grad-Film für die VR-Brille aus der Perspektive eines Fahrradfahrers, der beim Überholvorgang fast von einem Autofahrer gerammt wird.

In einem Statement heißt es: “Cycling UK weiß, dass die meisten Menschen Fahrradfahrer nicht absichtlich bedrohen, aber wenn sie nicht selbst radeln, werden Sie nicht erkennen, wie gefährlich ein zu enger Überholvorgang sein kann. Dieser Film ermöglicht es Fahrern, die Bedrohung zu erleben und unsere Straßen für alle sicherer zu machen.”

Fast 19.000 Euro sammelte Cycling UK ein, um den Film produzieren und ihn samt Oculus-Go-Brillen an Polizeistationen senden zu können. Elf Polizeistationen wurden bereits bedient, weitere 34 Stationen sollen im neuen Jahr folgen.

Die Polizei im Bezirk West Midlans testete die VR-Belehrung im Oktober und berichtet von einem erfolgreichen Einsatz. Der Film solle Autofahrern beibringen, wie man Fahrradfahrer sicher überholt und weshalb das wichtig ist.

Quelle: Road.cc

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