Eine neue Klasse Prozessoren soll KI-Berechnungen beschleunigen. Das chinesische Startup Horizon Robotics darf jetzt mit den Großen spielen.

Das erst 2015 gegründete chinesische Prozessor-Startup Horizon Robotics geht steil: 600 Millionen US-Dollar bekommt das Unternehmen in der zweiten Finanzierungsrunde von Investoren zugesteckt.

An der Megarunde beteiligen sich sowohl chinesische als auch ausländische Unternehmen. Hauptinvestor ist SK China Investment, der chinesische Risikokapitalzweig des südkoreanischen Mischkonzerns SK. Auch Intel Capital gehört zu den Geldgebern. Der Wert des Startups liegt laut eigenen Angaben jetzt bei mindestens drei Milliarden US-Dollar.

Horizon Robotics entwickelt für KI-Training und -Berechnungen optimierte Prozessoren, ähnlich wie sie im Westen zum Beispiel Google, Tesla oder Amazon bauen. Die Spezialchips sollen in selbstfahrenden Autos, in Überwachungsausrüstung und in anderen alltäglichen Geräten Verwendung finden, die KI einsetzen.

Lokaler Mitbewerber von Horizon Robotics ist unter anderem das 2016 gegründete Startup Cambricon, das im vergangenen Sommer 200 Millionen US-Dollar einsammelte und auf einen Unternehmenswert von 2,5 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.

China strebt nach der Halbleiter-Souveränität

Die Investitionen in KI-Hardware sind für China ein wichtiger Schritt, bei Prozessoren unabhängiger von den USA zu werden – Analysten sprechen von der Halbleiter-Souveränität. Die führenden Hardware-Unternehmen sitzen noch im Westen.

Google-Ingenieur Cliff Young berichtete kürzlich, dass Googles KI-Forscher für ihre Projekte immer “gigantischere Rechenmaschinen” forderten. Einer Forderung, der man nur mit spezialisierten Recheneinheiten begegnen könne.

Quelle: South China Morning Post

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