3D

iPhone 12 Pro (Max): So gelingen tolle 3D-Scans

iPhone 12 Pro (Max): So gelingen tolle 3D-Scans

Der Lidarsensor des iPhone 12 Pro und Pro Max macht die neuen Apple-Flaggschiffe zu 3D-Scannern, mit dem man Objekte und ganze Räume dreidimensional einfangen kann. Der Sketchfab-CEO Alban Denoyel konnte viel Erfahrung mit dem 3D-Scanning sammeln. Bei Twitter erklärt er, wie man die besten Ergebnisse erzielt.

Denoyel beginnt mit allgemeinen Ratschlägen: Zuallererst müsse man wissen, was man scannen wolle. Kleine oder leuchtende Objekte seien ungeeignet, weil der Lidarsensor nicht darauf ausgelegt ist.

Denoyel empfiehlt vier Scanning-Apps: 3D Scanner App, Polycam und Record3D. Habe man sich auf eine App festgelegt, sei es wichtig, beim Scannen mit sämtlichen Einstellungen der Apps zu experimentieren.

Nach dem Scan solle man das eingefangene Objekt auf die 3D-Plattform Sketchfab hochladen. Der Editor dort könne schlechte Scans spürbar verbessern. Alle der drei oben genannten Apps unterstützen das direkte Hochladen auf Sketchfab.

Geduld und Experimentierfreude sind vorausgesetzt

Denoyel gibt daraufhin spezifische App-Tipps. In der 3D Scanner App solle man den High-Res-Modus aktivieren und mit verschiedenen Reichweiten und Auflösungen experimentieren. Mit dem Editor der App lassen sich 3D-Modelle zurechtschneiden, glätten und nachträglich verbessern.

Mit der App Polycam solle man sicherstellen, dass man eine Szene in Gänze und von allen Seiten einfange, sodass keine blauen Zonen mehr erkennbar seien. Dabei müsse man aufpassen, nicht über gescannte Bereiche hinauszugehen. Polycam unterstützt ebenfalls Nachverarbeitung in besserer Qualität.

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Kleine Objekte zu scannen, gestaltet sich schwierig, ist aber machbar. | Bild: Alban Denoyel

Beim Hochladen auf Sketchfab solle man darauf achten, einen einfachen Farbhintergrund zu wählen sowie dem 3D-Modell einen Schatten, Schärfe und Tiefenunschärfe hinzufügen.

Ein Vorteil der Sketchfab-Nutzung ist, dass man 3D-Modelle unkompliziert mit Freunden oder auf sozialen Netzwerken teilen kann. Das motiviere einen, besser zu werden. Um das Maximum aus dem 3D-Scanning herauszuholen, müsse man viel üben. Denoyels Sammlung an 3D-Scans gibt’s bei Sketchfab.

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Der Lidarsensor des iPhone 12 Pro und Pro Max macht die Smartphones zu einem 3D-Scanner, mit dem man Objekte und ganze Räume dreidimensional einfangen kann. Die Bilder zeigen eine Auswahl von Denoyels Scans. | Bild: Alban Denoyel

Über die Stärken und Schwächen des 3D-Scannings und mögliche Anwendungsszenarien sprechen wir ausführlich im MIXED.de-Podcast #224.

Quelle: Twitter, Sketchfab Blog, Titelbild: Alban Denoyel

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