Im AR-Spiel „NBA All World“ sammelt ihr Sport-Stars statt Pokémon

Im AR-Spiel „NBA All World“ sammelt ihr Sport-Stars statt Pokémon

Auch in Niantics AR-Spiel „NBA All World“ dominiert der Sammeltrieb. Statt Pokémon jagen Spieler:innen diesmal NBA-Stars in der realen Welt.

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Mit Pokémon Go landete Niantic 2016 einen riesigen Überraschungshit für Augmented Reality. Selbst Nichtspieler begeben sich seitdemweltweit in Parks und auf die Straßen, um mit dem Smartphone bewaffnet rare Knuddelmonster zu finden. Laut der Analysefirma Sensortower erreichte das AR-Spiel bis Juni 2022 Einnahmen von über 6 Milliarden Dollar mit In-App-Käufen.

Mit anderen Titeln konnte das Unternehmen den Erfolg nicht wiederholen. Das ähnlich konzipierte Harry Potter: Wizards Unite wurde eingestellt, das Transformers-AR-Spiel „Heavy Metal“sogar vor dem Release eingestampft.

NBA All World: Pokémon Go mit Sportlern?

Erst kürzlich entließ Niantic rund acht Prozent der Belegschaft, was etwa 90 Personen entspricht. Niantic-CEO John Hanke begründete die Entlassungen intern mit möglichen kommenden „wirtschaftlichen Stürmen“. Die Firma stellte zudem mehrere Projekte ein.

Eines ist offensichtlich nicht von den Kürzungen betroffen: Niantic kündigt das AR-Spiel „NBA All World“ an, das auf den Sammeltrieb von Sportfans setzt. iOS- und Android-Nutzer:innen übernehmen die Rolle heutiger NBA-Stars und liefern sich Eins-gegen-eins-Duelle gegen andere Personen aus der weltweiten Rangliste. Vertreten seien die besten Basketballer der Welt, schreibt die Firma.

Den genauen Ablauf des Augmented-Reality-Spiels stellte Niantic noch nicht vor. Er soll sich aber um die Erkundung der Nachbarschaft und das Bestreiten von Minispielen drehen, um zum „King of the Court“ zu werden.

Interessierte aus weniger Basketball-verrückten Ländern wie Norwegen sollten sich keine Sorgen machen: Neben Basketballplätzen werden auch Parks, Tennisplätze und andere bei Sportler:innen beliebte Orte für das Gameplay mit Bestenlisten genutzt. Das versicherte der offizielle Twitter-Auftritt.

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Ein weiteres wichtiges Element sind „Drops“ von Sneakern und Ausrüstung, um weltweit damit anzugeben und die Leistungsfähigkeit des eigenen Squads zu erhöhen. In den USA könnte die Strategie aufgehen.

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Zumindest beim realen „Drop“ einer Sportmarke am Rande der E3 habe ich schon tumultartige Szenen beobachtet. Ob der Suchtfaktor mit EAs Sportspielen und seinen Ultimate-Team-Modi konkurrieren kann, muss sich noch zeigen.

Sammeltrieb im AR-Spiel

Matthew Olson von The Information wohnte bereits eine Presse-Vorführung erster Mechaniken bei. Seiner Beschreibung nach treffen Spielende die Athleten auf der Karte, um sie zu rekrutieren. Outfits und Boosts einzelner Teammitglieder dürften sich auch mit Mikrotransaktionen erwerben lassen. Das Spiel verwandle die Welt in einen Basketball-Themenpark, so Niantics Senior Producer Marcus Matthews gegenüber Olson.

Für den in Kürze geplanten Soft-Launch gibt es noch keinen genauen Termin. Wie so oft bei Niantic, startet das Spiel zunächst nur in ausgewählten Regionen, um in der Beta zunächst Fehler auszumerzen. Interessierte können sich hier vorab für NBA All World registrieren.

Die Entwickler teilen angemeldeten Personen später den Startzeitpunkt in ihrer Region mit. Der Twitter-Auftritt deutete bereits einen weltweiten Release an, passend zum Namen.

Falls ihr bei den sommerlichen Temperaturen schon jetzt Lust auf Niantics AR-Spiele an der frischen Luft bekommen habt, könntet ihr Peridots ausprobieren. Die gleichnamigen Wesen zieht ihr vom Baby bis ins Erwachsenenalter auf, pflegt sie, spielt mit ihnen und lasst sie eines Tages frei – ganz ohne sportliche Ambitionen.

Quellen: Offizielle Website, offizieller Twitter-Auftritt, The Information, Sensortower