Meta Quest 2: Diese Mixed-Reality-Demo solltet ihr ausprobieren

Meta Quest 2: Diese Mixed-Reality-Demo solltet ihr ausprobieren

I Expect You To Die: Home Sweet Home sollte jeder Mixed-Reality-Fan ausprobiert haben. Es zeigt das Potenzial, aber auch die Grenzen der Technologie.

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Die Escape-Room-Spiele der Reihe I Expect You To Die sind Klassiker der Virtual Reality. Mit der kostenlosen Minimission Home Sweet Home wagt sich Schell Games zum ersten Mal in Mixed-Reality-Gefilde vor.

Die für Meta Quest 2 und Meta Quest Pro erhältliche App ist eine der besten Mixed-Reality-Erfahrungen, die es gibt – auch wenn sie stellenweise an Grenzen der aktuellen Technik stößt.

Achtung: Der folgende Artikel enthält Spoiler. Wer I Expect You To Die: Home Sweet Home noch nicht gespielt hat, sollte die Mixed-Reality-Erfahrung zuerst selbst ausprobieren.

Ein Musterbeispiel für Mixed Reality

Zu Beginn findet ihr euch eingeschlossen in einer hölzernen Kiste wieder. Den Grund verrät euch euer treuer Helfer per Funk: Ihr wurdet aus einem streng geheimen Labor des Bösewichts Dr. Zor herausgeschmuggelt und sicher nach Hause transportiert. Schaut ihr durch Öffnungen in der virtuellen Kiste, seht ihr eure eigene Wohnung – ein toller Mixed-Reality-Effekt, der die Immersion verstärkt.

In den nächsten fünf Minuten befreit ihr euch aus der Kiste, kämpft gegen mechanische Hornissen, die aus einer Öffnung in eurer Wand kommen und entdeckt und entschärft tödliche Fallen per Röntgensicht.

Die App unterhält gut und zieht fast alle Register aktueller Mixed-Reality- und Passthrough-Techik: Sie nutzt gekonnt Verdeckungseffekte (Blick durch die virtuelle Kiste in die physische Umgebung), bezieht eure Umgebung in die Erfahrung ein (Hornissen und Fallen in den physischen Wänden) und verfremdet eure Sicht, um euch Superkräfte zu verleihen (Röntgensicht).

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Die aktuelle Technik und ihre Grenzen

Apropos Sicht: Wer mit Meta Quest 2 spielt, sieht sowohl die physische Umgebung, als auch die darin eingebetteten digitalen Elemente in Schwarzweiß. Durch die visuelle Übereinstimmung wirkt die Erfahrung stimmiger. Die Abwesenheit von Farbe ist auch narrativ plausibilisiert durch das Augenimplantat, das dem Agenten verpasst wurde, um durch Objekte hindurchzusehen. Clever.

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Eine Spaßbremse ist die unausgereifte Mixed-Reality-Technik der Meta Quest 2 und Meta Quest Pro. Wer die kurze Mission spielen will, muss zuerst die eigenen Wände von Hand einzeichnen, weil die Headsets den Raum nicht eigenständig scannen können.

Das manuelle Markieren von Wänden und Objekten wie Tischen, Türen und Sofas ist eine mühsame Angelegenheit, die noch dazu nicht immer zum gewünschten Resultat führt. Zum Beispiel dann, wenn die digitalen Objekte an ungünstigen oder schlicht unmöglichen Stellen erscheinen und damit die Immersion beeinträchtigen.

Ein Vorgeschmack auf die Mixed-Reality-Zukunft?

Solange Meta-Headsets nicht ein grundlegendes Raumverständnis gewinnen, wird Metas Mixed Reality starken Einschränkungen unterliegen und nicht weit über die bloße Platzierung digitaler Objekte im physischen Raum hinausgehen. Aus diesem Grund ist unverständlich, weshalb Meta den Tiefensensor der Meta Quest Pro gestrichen hat. Er wäre bei dieser Aufgabe äußerst hilfreich gewesen.

Schell Games holt trotzdem einiges aus der aktuellen Technik heraus und ich wünschte mir, dass die Mixed-Reality-Erfahrung etwas länger als nur ein paar Minuten dauerte.

Was nicht ist, kann noch werden: Meta Quest 3 könnte einen Schwerpunkt auf Mixed Reality legen, sodass es sich für Studios lohnen könnte, entsprechende Spiele und Erfahrungen zu entwickeln. In diesem Sinne gibt I Expect You To Die: Home Sweet Home einen kurzen, aber vielversprechenden Vorgeschmack auf das, was noch kommen mag.

Die Mixed-Reality-App könnt ihr kostenlos im Meta Quest Store herunterladen.