Mit Reverb G2 will HP Spieler zuerst ansprechen statt Industriekunden. Das ist interessant, da einige Brillenhersteller in den letzten Monaten eher den umgekehrten Weg wählten und sich vom Endverbrauchermarkt hin zum Business-Geschäft orientierten. Valve hatte hier die Finger im Spiel.

Überrascht sei man gewesen, dass die erste HP Reverb-Brille (Test) von VR-Spielern und insbesondere Simulationsfans nachgefragt worden sei, sagt John Ludwig, VR-Produktmanager bei HP.

Denn eigentlich konzipierte HP Reverb primär als Business-Brille für Industriekunden. Beispielsweise sollten 3D-Designer oder Architekten von den hochauflösenden Displays bei ihrer Arbeit profitieren.

Für HP Reverb G2 (alle Daten) denkt HP jetzt zuerst an den Endverbrauchermarkt, was offenbar maßgeblich durch Valve herbeigeführt wurde.

Denn HP plante zunächst nur eine leicht verbesserte Reverb-Brille für Gamer. Aus der Kooperation mit Valve habe sich dann ein komplett neues Gerät entwickelt.

Das primäre Ziel mit Reverb G2 sei es, “die beste immersive Spieleerfahrung” zu bieten, so Ludwig. Wegen dieser Zielsetzung sei Valve mit an Bord gegangen.

Laut Ludwig kam der Impuls, ein komplett verbessertes Reverb-Modell auf den Markt zu bringen, sogar von Valve. “Klar sagt man ja, wenn Valve fragt”, sagt Ludwig. Interessant daran ist, dass Valve offenbar im Hintergrund daran arbeitet, mehr Brillenhersteller für das eigene SteamVR-Ökosystem zu aktivieren.

Natürlich können Industriekunden die Reverb G2 weiter für ihr Unternehmen anschaffen. HP rechnet allerdings mit höheren Verkaufszahlen im Spielemarkt, speziell unter VR-Gamern, die besonderen Wert auf eine hohe Auflösung legen.

Die Konkurrenz im VR-Markt fürchtet Ludwig nicht: “Bei VR läuft es gerade gut, bei allen steigen die Verkaufszahlen.”

Reverb G2 auch für standortbasierte VR-Attraktionen

Laut Ludwig liegen die Anforderungen von VR-Spielern und Industriekunden ohnehin dicht beieinander. “Sie wollen eine tolle immersive Erfahrung, bei der einem nicht schlecht wird”, sagt Ludwig. Das neue Modell wird die Vorgänger-Hardware ersetzen, eine Business-Version wie bei G1 ist nicht geplant.

Betreiber von standortbasierten VR-Attraktionen wie Spiele-Arcades oder Multinutzer-Erfahrungen können Reverb G2 ebenfalls einsetzen. Eine spezielle Lizenz plant HP wie beim Vorgängermodell nicht, erklärt Anu Herranen von HP. Laut Herranen setzen bereits größere standortbasierte VR-Attraktionen auf Reverb G1, darunter die US-Arcade Dreamscape.

Für Rucksack-PCs, wie sie häufig bei standortbasierten VR-Attraktionen zum Einsatz kommen, wird HP ein kürzeres Kabel anbieten. Betreiber der VR-Attraktion können das kurze Kabel ebenso wie besser zu reinigende Gesichtskissen direkt bei HP anfragen. Das Standardkabel ist sechs Meter lang.

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