Horizon Worlds taugt laut Meta fürs Games-Prototyping

Horizon Worlds taugt laut Meta fürs Games-Prototyping

Meta bewirbt seine Metaverse-Welt Horizon Worlds fürs professionelle Games-Prototyping.

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In Deutschland ist Horizon Worlds noch nicht erhältlich. Anderswo dient Metas Vision des „Metaverse“ bereits als sozialer Treffpunkt und Spiele-Baukasten in Virtual Reality. In den USA und einigen europäischen Ländern treffen sich Nutzende bereits direkt mit der Meta Quest 2 in der Welt, um an räumlichen Objekten zu basteln und Spiele auszuprobieren.

Im April kündigte Meta bereits die Monetarisierung in Horizon Worlds an, damit Kreative ihre Werke zu Geld machen können. Doch auch für Profis soll sich der Einstieg in die virtuelle Welt auszahlen. Im eigenen VR-Entwickler-Blog erläuterte Meta kürzlich, wie gut sich das gemeinsame Erstellen von Umgebungen für die Prototypen-Phase größerer Spiele eigne.

Einfaches Prototyping für Meta Quest 2

Auch professionelle Studios könnten hier gemeinsam Ideen austüfteln, bevor sie zu einem echten Spiel werden. Das sei deutlich effektiver als 2D-Skizzen umherzuschicken und ständig die VR-Brille auf- und abzusetzen, wie es im Entwickleralltag bisher gängig sei.

Um dem Aufruf mehr Gewicht zu verschaffen, lässt Meta das Studio Arvore zu Wort kommen. Das Studio ist bekannt für spielerische VR-Experimente, etwa in Pixel Ripped 1995 oder dem körperlich intensiven Arcade-Shooter Yuki. Gerade ungewöhnliche Ideen könnten sich in Horizon Worlds also einfacher erklären und testen lassen.

„Unsere Teams arbeiten gerade an zwei großen, noch nicht angekündigten Quest-2-Spielen, und beide davon hatten ihre initialen Prototyp-Phasen in Horizon Worlds“, berichtet Arvore-CEO und -Mitgründer Ricardo Justus.

Ob auch Teil 3 der Pixel-Ripped-Reihe dazu gehört, ist unklar. Creative Director Ana Ribeiro erwähnt zumindest, dass sich ein dritter Teil in Arbeit befindet.

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Der größte Vorteil an Horizon Worlds sei, jederzeit unkompliziert mit Team-Mitgliedern und Testspieler:innen in den gleichen Raum springen zu können. Game-Designer und -Designerinnen könnten die Idee sofort intuitiv und räumlich sehen, begreifen oder direkt abändern – etwa bei unpassenden Proportionen.

Während der Beta von Horizon Worlds klagten Nutzende noch über den Mangel vorgefertigter Objekte. Mittlerweile scheint Meta hierbei nachgelegt zu haben. Der Blog-Artikel beschreibt Gebäude, Requisiten, Code-Blocks sowie ein Werkzeug für die Bearbeitung des Terrains.

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Verschiedene Klang- und Licht-„Gizmos“ ermöglichen Lagerfeuer oder Taschenlampen. Einzelteile und Farben von Objekten sollen sich unkompliziert ändern lassen.

Tests und Experimente direkt in Virtual Reality

Mit klassischen Tools habe das Studio aus São Paulo in frühen Phasen hingegen Probleme gehabt, Ideen effektiv zu vermitteln. „In Horizon kann ich (…) an kreativen Ideen arbeiten, ohne vom ständigen Wechsel zwischen Headset und Bildschirm abgelenkt zu werden – oder davon, Objekte mit Maus und Keyboard zu skalieren/rotieren/bewegen“, so Creative Director Rodrigo Blanco.

Entwickler:innen experimentieren in der virtuellen Welt von Horizon Worlds mit Brettspielen.

Demeo lässt grüßen: Arvore experimentiert in Horizon Worlds mit VR-Brettspielen. | Bild: Meta, Arvore

Designer und Designerinnen gingen in Horizon World leichter kreative Risiken ein, so Meta. Sie könnten ohne Angst vor Fehlschlägen überprüfen, wie sich grundlegende Abläufe in der Praxis darstellen. Unterschiedliche Teile des Teams könnten auch mit wenig fachspezifischen Vorwissen gemeinsam Spielmechaniken oder Design-Aspekte erarbeiten.

Das funktioniert auf Wunsch auch nacheinander: Ähnlich wie im künstlerischen Spiele-Baukasten Dreams lassen sich Bearbeitungsfreigaben an andere Nutzer:innen vergeben.

Blanco mahnt Entwickler:innen allerdings, Horizon Worlds nur als eine Art Notizbuch fürs eigene Team anzusehen, statt zu viel Energie in ein Konzept zu investieren. Schließlich lassen sich die Ergebnisse nicht exportieren – abgesehen von Screenshots oder Videos für eine spätere Nachbildung wie in der 3D-Software Blender. Horizon Worlds nutzt schließlich in allen Teilen der Welt eine eigene Engine mit einem darauf zugeschnittenem Physiksystem.

Wer keine Ideen verraten möchte, sollte seine Welten zudem nicht öffentlich zugänglich machen, sondern nur Kolleg:innen in den Prototyp einladen.

Horizon Worlds: Bald auch in Deutschland verfügbar?

Wann  Horizon Worlds in Deutschland startet, ist nicht bekannt. Da Meta im August ein neues Account-System für Quest 2 startet, wird hierzulande ein offizieller Verkauf der VR-Brille zumindest wahrscheinlicher – dann könnte Horizon Worlds folgen. Zuletzt wurden am 13. Juli Irland und Island als unterstützte Regionen in Horizon Worlds hinzugefügt.

Quellen: Oculus for Developers