Eine internationale Forschergruppe entwickelte eine Darstellungsmethode, mit der VR-Brillen kontrastreichere Bilder erzeugen könnten. Statt einer neuen Art Display kommt Hirntrickserei zum Einsatz.

Kabetec VR-Brille

Der Trick funktioniert nur bei Geräten, die binokulare Sicht erlauben. Das prominenteste Beispiel: VR- und AR-Brillen. Für die künstliche Kontrastverstärkung machen sich die Forscher dichoptische Darstellung zunutze.

Von dichoptischer Darstellung ist die Rede, wenn jedem Auge ein unterschiedliches Bild gezeigt wird. Das beste Beispiel ist die stereoskopische Sicht, bei der jedes Auge ein perspektivisch leicht verschobenes Bild sieht, wodurch wiederum der Eindruck räumlicher Tiefe entsteht – ein Standardverfahren von VR- und AR-Brillen.

Die Forscher nutzten ebenfalls zwei unterschiedliche Bilder, die sich zusätzlich im Farbkontrast unterscheiden. Der Trick besteht darin, dass das Hirn beim Zusammenfügen der Bilder den Kontrast eigenständig verstärkt. Die Forscher nennen ihre Erfindung “DiCE” (Dichoptic Contrast Enhancement).

DiCE: Leichte Integration in bestehende VR-Renderverfahren

Das größte Problem bei der Entwicklung dieser Darstellungstechnik war die sogenannte “binokulare Rivalität”. Wenn sich zwei dem Auge dargebotene Bilder zu stark unterscheiden, kann sie das Gehirn nicht zu einem stimmigen Gesamteindruck zusammenführen. Das führt zu einer unangenehmen Doppelwahrnehmung und Kopfschmerzen.

Um den Effekt binokularer Rivalität zu minimieren, führten die Forscher eine Reihe psychophysischer Experimente durch. Das Ziel: Sie wollten herausfinden, welche Faktoren zu diesem unangenehmen Effekt führten. Nachdem sie d…

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