H.R. Giger virtuell: Schaut euch Werke in Virtual Reality an

H.R. Giger virtuell: Schaut euch Werke in Virtual Reality an

Ein US-Künstler und Bewunderer H.R. Gigers (1940-2014) will in Virtual Reality eines der ehrgeizigsten Projekte des „Alien“-Schöpfers vollenden.

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Der Schweizer Künstler wurde berühmt durch seine „biomechanischen“ Stil, der die Ästhetik menschlicher Körper und Maschinen in eine bislang nicht dagewesene Einheit überführt. Gigers Werk umfasst Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen. Seine bekannteste Schöpfung ist das Alien-Monster aus der gleichnamigen Filmreihe, auch bekannt als Xenomorph.

1997 kaufte Giger das Château Saint-Germain im schweizerischen Gruyères und eröffnete darin sein eigenes Museum. Der Künstler liebte Züge und wollte in dem Gemäuer eine Art Geisterzug konstruieren, wie man ihn aus Vergnügungsparks kennt. Sein Traum war, dass Besucher:innen des Museums seine Kunst auf diese Art erlebten. Giger verstarb 2014 und konnte das Projekt nicht mehr umsetzen.

Ein VR-Fan will Gigers Vision vollenden

Hier kommt der New Yorker Künstler Robert Morris ins Spiel, dessen Werk von Gigers Schaffen inspiriert ist und der mit dem Museum zusammen eine Reihe von Projekten umsetzte. Sein Spezialgebiet sind Kunstzeichnungen, visuelle Spezialeffekte, 3D-Druck, Fotogrammetrie – und Virtual Reality.

Screenshot des digital rekonstruierten Eingangsbereichs des Giger-Museums.

Bislang ist nur der Eingangsbereich des VR-Museums zugänglich. | Bild: Screenshot: MIXED

Morris arbeitet derzeit an mehreren VR-Projekten, darunter einer fotorealistischen Wunderkammer im viktorianischen Stil. Die VR-App ist für PC-VR in Entwicklung und bietet hunderte, per Fotogrammetrie detailgetreu digitalisierte, rare Objekte aus Morris‘ Sammlung und verschiedenen Museen.

Sein neuestes Unterfangen ist, Gigers Vision einer musealen Zugfahrt so akkurat wie möglich in Virtual Reality zu vollenden, basierend auf Notizen und Zeichnungen, die der Schweizer Künstler vor seinem Tod anfertigte.

VR-Museum ausprobiert

Den Anfang dieses Projekts kann man ab sofort als WebXR-Erfahrung ausprobieren. Morris portierte einen Teil seiner Arbeit in eine Mozilla-Hubs-Welt.

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Ich habe den Raum über den Browser mit Meta Quest 2 betreten und mich darin umgeschaut. Derzeit sind leider nur der fotogrammetrisch rekonstruierte Eingangsbereich des Museums zugänglich sowie eine Reihe von Skulpturen zu sehen. Für Giger-Fans lohnt sich der VR-Trip dennoch.

Morris will demnächst eine Mozilla-Hubs-Vorschau auf das Projekt veröffentlichen, allerdings nur für seine Patreon-Unterstützer. Die finale Version wird für PC-VR entwickelt und durch Patreon finanziert. Wann sie fertig sein könnte, ist nicht bekannt.

So könnt ihr den bestehenden Raum betreten: Öffnet den Meta Quest Browser und diesen MIXED-Artikel. Klickt danach auf den hinterlegten Link, der euch in das VR-Hub-Portal des Künstlers bringen sollte. Von hier aus könnt ihr den betreffenden Museumsraum wechseln. Das funktioniert übrigens auch ohne VR-Headset.

Wer mehr über Morris erfahren möchte, kann seine Internetseite oder Discord-Server besuchen.

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Quellen: Reddit