Der dänische Regisseur Lars von Trier stellt in einem Antwerper Kunstmuseum einen seltenen Diamanten aus. Mit einer VR-Brille kann man in den Edelstein steigen und diesen von innen bewundern.

Von Trier ist für seine düsteren Meisterwerke bekannt, darunter Antichrist, Melancholia, Nymphomaniac und zuletzt The House That Jack Built. Nun will er all seine Filme in Diamanten verwandeln.

Der erste ist Melancholia gewidmet und wird aktuell im M KHA, dem Antwerper Museum für zeitgenössische Kunst, ausgestellt. Beim Edelstein handelt es sich um einen 12-karätigen Zwillingsdiamant, der besonders selten sein soll, weil in ihm zwei Steine zusammengewachsen sind.

Eine Seite sei geschliffen, die andere rauh belassen, sagt Von Trier gegenüber der New York Times. Das solle die Stimmung seines Films Melancholia ausdrücken. Darin kollidiert ein fremder Planet mit der Erde und führt damit den Weltuntergang bei.

Altes trifft auf Neues

Neben der Vitrine mit dem Diamanten hängt eine Oculus Rift von der Wand. Wer sie aufsetzt, findet sich im Kern des Edelsteins wieder und kann das glitzernde Lichtspiel bewundern.

Die VR-Erfahrung wurde vom russischen Geschäftsmann Leonid Ogarev entwickelt, der auch den Diamanten bezahlte. Die Ausstellung, so Ogarev, bringe das älteste und das neueste Material, nämlich Virtual Reality, zusammen. Letzteres sei so neu, dass man nicht wisse, wozu es in naher Zukunft noch benutzt werde.

Neben Lars von Trier haben auch die großen Filmregisseure Terrence Malick (The Thin Red Line, The Tree of Life) und Alejandro González Iñárritu (Birdman, The Revenant) mit Virtual Reality experimentiert. Letztgenannter gewann sogar einen Spezial-Oscar für seine VR-Installation.

Die Ausstellung im M HKA läuft noch bis zum 5. Mai. Mehr Informationen gibt es hier.

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Titelbild: M HKA, Quelle: New York Times


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