Spiegel sind blöd – wenn man ein Ingenieur für VR und AR ist. Facebooks Reality Labs sucht nach einer Lösung, um Räume mit Spiegeln korrekt als 3D-Modell zu erfassen. Und hat sie offenbar gefunden.

Spiegel spiegeln. Das ist gut, wenn man sein Spiegelbild sehen möchte. Blöd, wenn man den Raum, in dem sich der Spiegel befindet, dreidimensional einscannen und virtuell erlebbar machen möchte. Denn gängige 3D-Scan-Systeme scheitern am Spiegelbild.

Anstatt den Spiegel samt Spiegelbild einzuscannen, rekonstruieren sie das im Spiegel sichtbare Bild hinter dem Spiegel. Sie sehen die Spiegelwelt und versuchen sie nachzubauen.

Facebook-Forscher stellen jetzt eine Scan-Methode vor, die nicht auf das Spiegelbild hereinfällt. Stattdessen erkennt es die Spiegelung als solche und kann den Spiegel samt Spiegelbild korrekt modellieren. Das funktioniert auch für reflektierende Glasoberflächen.

Die Forscher brachten dafür an der 3D-Scanning-Kamera eine zusätzliche visuelle Markierung an, die sich beim Scanvorgang mitspiegelt. Ein Algorithmus erkennt diese Markierung und kann anhand ihrer Bewegungen, ihres Abstands zum Spiegel und weiterer Bildparameter die spiegelnde Oberfläche und die Form des Spiegels rekonstruieren.

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