Die erfolgreichsten Quest-2-Spiele sind nicht, was ihr erwartet

Die erfolgreichsten Quest-2-Spiele sind nicht, was ihr erwartet

Die neuesten Superhits im Oculus Store laufen üblichen Erwartungen entgegen und zeigen die Unberechenbarkeit des Metaverse.

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Ja, es gibt sie: VR-Spiele, die relativ neu sind und langjährigen Klassikern wie Beat Saber, Superhot VR und Job Simulator den Rang streitig machen.

Nimmt man die Anzahl Bewertungen als Maßstab, so ist die Kampf- und Metzelsimulation Blade & Sorcery: Nomad binnen nur knapp neun Monaten zum zweiterfolgreichsten Premium-Titel im Oculus Store aufgestiegen. Nur Beat Saber und das kostenlose Rec Room haben mehr Bewertungen.

VR lässt Gladiator-Träume in Erfüllung gehen

Das ist bemerkenswert und wirft eine Frage auf: Was macht das VR-Spiel so besonders? Es hat keine große Lizenz im Rücken und so viel ich weiß, auch keine riesige Spielwelt, packende Story oder komplexe Spielmechanik.

Die üblichen Erfolgsfaktoren gelten hier offenbar nicht. Ausschlaggebender ist, dass Blade & Sorcery einen Nerv getroffen hat. Nur welchen?

Vielleicht ist das Spiel deshalb so erfolgreich, weil es die ultimative Machtfantasie befriedigt. Was die Menschen im Matrix-Kinofilm sahen, können sie mit Meta Quest 2 ausleben und es dank übermenschlicher Kräfte mit ganzen Horden von Gegnern aufnehmen. Das bietet kein anderes Unterhaltungsmedium, jedenfalls nicht mit der Körperlichkeit der Virtual Reality.

Affiges VR-Vergnügen

Der zweite große Hit-Neuling ist, zumindest für mich, noch schwerer nachvollziehbar. Ich meine das Fangspiel (!) Gorilla Tag, das im App Lab (!!) auf knapp 40.000 Bewertungen (!!!) kommt.

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Beat Saber hat nach mehr als drei Jahren und reichlich Werbung seitens Meta 44.000 Bewertungen. Gorilla Tag schaffte das durch Mundpropaganda in weniger als der Hälfte dieser Zeit – und ist nicht einmal im Oculus Store gelistet.

Die Frage ist berechtigt: Was bringt ganze Heere von Menschen dazu, sich in ihrer Freizeit in Affen zu verwandeln? Ist es die einzigartige Fortbewegungsmethode oder der soziale Aspekt des Spiels? An der grafischen Aufmachung liegt es jedenfalls nicht.

Die Unvorhersehbarkeit des Metaverse

Blade & Sorcery und Gorilla Tag haben eine starke Virtual-Reality-Komponente und bieten damit ein Erlebnis, das man in der Form nirgends sonst bekommen kann. Deren phänomenaler Erfolg war, wie bei Beat Saber, nicht vorhersehbar. Und dies dürfte auch für den nächsten VR-Megahit gelten.

Was lernen wir daraus? Dass das Metaverse die eine oder andere Überraschung bereithält und sich in Richtungen entwickeln könnte, die wir nicht erwarten. Und dass es vielleicht vergebens ist, auf eine klar definierte Vision des Metaverse hinzuarbeiten, weil am Ende doch alles anders kommt.

Schreibt in die Kommentare, falls ihr ein Fan dieser Spiele seid, deren Faszinosum am eigenen Leib erlebt habt und besser erklären könnt als ich.

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