Die Performance-Künstlerin Marina Abramović will dank Mixed Reality in alle Ewigkeit präsent bleiben.

In der AR-Installation “The Life” tritt Abramović für einmal nicht physisch auf. Man sieht eine digitale Kopie der Künstlerin geisterhaft durch den Raum wandern, dessen Grenzen erforschen und dahinter verschwinden.

Präsenz ohne physische Präsenz: Das scheint für die Künstlerin, die mit der Performance “The Artist Is Present” weltberühmt wurde, kein Widerspruch zu sein.

Im Gegenteil: Abramović ist überzeugt, dass Mixed Reality Reality die Essenz einer Performance einfangen und vermitteln kann. “Das Wesen einer Performance ist die Präsenz des Künstlers in Raum und Zeit. Mit Mixed Reality können Raum, Zeit und Präsenz bis in alle Ewigkeit fortdauern”, sagt Abramović.

Die erste AR-Auktion

The Life ist das erste Augmented-Reality-Projekt der 73-jährigen Künstlerin. Für die AR-Erfahrung ließ sich Abramović von 32 Kameras einfangen. Algorithmen fügten die Einzelnaufnahmen zu einem AR-Hologramm ihrer Performance zusammen, die man nur durch die Linsen einer Hololens 2 sehen kann.

Für die technische Umsetzung zeichnete das XR-Studio Tin Drum verantwortlich, das an der Schnittstelle von Mixed Reality und Kunst arbeitet.

Die AR-Installation soll 2020 in Großstädten wie Los Angeles, New York und London zu sehen sein. Im Oktober 2020 wird die AR-Erfahrung samt Abspielgerät im Auktionshaus Christie’s versteigert und soll damit das erste AR-Kunstwerk werden, das in einer Auktion feilgeboten wird.

Titelbild und Quelle: Microsoft

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