Klorollen-Experte Charmin bringt verrückte Ideen auf die CES 2020, darunter eine VR-Brille für den mobilen Abtritt. Meinen die das ernst?

Bücher, Magazine und Zeitungen sind Dauerbrenner, wenn es um Unterhaltung beim großen Geschäft geht. So mancher braucht länger als erwartet, wenn die spannende Reportage die tägliche Erleichterung unterstützt.

Es gibt angeblich auch passionierte Gamer, die ihre Switch auf den Donnerbalken mitnehmen. Schließlich soll man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Klopapier-Riese Charmin hat sich in diesem Jahr anlässlich der CES 2020 aber noch einige andere, ziemlich irre Sachen einfallen lassen, die aus dem Klo-Besuch ein effizientes Event machen.

Charmin RollBot: Klorollen-Lieferung per Roboter

Der Staubsaugroboter (Amazon-Link) ist bereits in vielen Haushalten angekommen und stellt seine Nützlichkeit täglich unter Beweis. Charmin will dem Putzteufel jetzt einen Lieferroboter an die Seite stellen, der den „Oh, Shit“-Moment nach dem großen Geschäft, wenn einem nämlich das Klopapier ausgegangen ist, weniger unangenehm gestaltet.

Anstatt also mit beflecktem, nackten Hintern zum Vorratsschrank zu schleichen, lassen wir einfach per Smartphone den RollBot eine neue Klorolle liefern. Sein futuristisches Design soll dem Roboter durch besondere Balance-Technologien ein „Bärchenhaftes“ Aussehen verleihen. Praktisch und niedlich, also.

SmellSense: Alarm, das Sch***haus stinkt!

Jeder hat das schon erlebt: Da muss man dringend aufs Klo, öffnet die Tür zu den gekachelten Hallen und rennt ungebremst in eine Todeswolke, die sich aus den gasförmigen Hinterlassenschaften früherer Besucher speist. Charmin bringt dafür jetzt das Gestank-Vorwarnsystem SmellSense.

Damit wir nicht mehr selbst in den zweifelhaften Genuss der Duftnoten fremder Verdauung kommen, zeigt ein elektronisches Sensorensystem schon vor Betreten der sanitären Anlagen ein praktisches „GO / NO GO“ an. Die Entscheidung zur Freigabe des Porzellan-Throns erfolgt aufgrund der Messwerte von Kohlendioxid oder Schwefelwasserstoff in der Luft.

Bei einem „NO GO“ müssen wir uns weiterhin die eigenen Bedürfnisse verkneifen. Da hilft nur eine zweite Toilette im Haus oder der verschwenderische Einsatz von Luft-Erfrischern.

V.I.Pee – Virtual Reality auf dem Dixie-Klo

Treibt das Bier bei Rock am Ring? Müsst ihr mitten im Headliner-Konzert auf Wacken austreten? Wenn‘s mal wieder länger dauert und das Dixie-Klo für eine ausgedehnte Sitzung verwendet werden soll, kommt die neue V.I.Pee-Lösung von Charmin gerade recht.

In diesem mit einer Oculus Rift S ausgestatteten Dixie-Klo verpasst ihr keinen Moment des Events. Ihr könnt gepflegt eure Ausscheidungen in die Plastikschüssel verlagern und gleichzeitig der Band beim abrocken zuschauen.

Letzte Aktualisierung am 12.02.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Zu schade, das Feelreal gescheitert ist. Aus der Kombination von VR auf dem stillen Örtchen mit Geruchskapseln wäre sicher eine Top-Kooperation mit Charmin geworden. Das V.I.Pee auf Wacken hätte mit Schweiß- und Biergeruch den Immersionseffekt auf der Schüssel nahezu perfektionieren können.

Wohl eher ein PR-Gag von Charmin

Ernsthafte Produkte werden daraus wohl eher nicht, zu verrückt erscheinen diese Ideen. Immerhin gibt es den RollBot auf der CES 2020 zu sehen, als Prototyp existiert das Ding also wirklich. Während Klorollen-Zulieferung noch ganz witzig und SmellSense als Scherzartikel für Smart Home-Fans unter dem Weihnachtsbaum eine gelungene Überraschung wäre, ist spätestens V.I.Pee ziemlicher Unsinn.

Wer weiß, wie Dixie-Klos auf Konzerten und Events nach spätestens einer Stunde aussehen, will dort ganz sicher nicht gemütlich mit der VR-Brille hantieren. Außerdem: Wer sich den Hintern abgewischt hat, klappt direkt danach die VR-Brille wieder hoch und … desinfiziert sie hoffentlich? Wenn wir in Betracht ziehen, wie viele Menschen Klos verlassen, ohne sich die Hände zu waschen (zumal es auf Dixie-Klos selten Waschbecken gibt), wird das Ganze zu einer eher ekligen Idee.

Vom Metal-Head, der spätestens nach drei Minuten an die Tür des Dixie-Klos hämmert und mit alkoholschwangerer Stimme eine schnellere Exkrementenabfuhr fordert, reden wir da noch gar nicht. Zu diesem Zeitpunkt sind wir aber gerade mal mit der Konfiguration der Rift S fertig.

Nein, VR macht aus dem Ruf der Natur keine charmante Premium-Experience. Schon gar nicht auf einem öffentlichen Klo.

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