Canon und IBM kooperieren für volumetrische Videos

Canon und IBM kooperieren für volumetrische Videos

Canon und IBM bringen ein volumetrisches Videoprogramm für Kunst und Unterhaltung an den Start, das über reine Aufzeichnungen hinaus gehen soll.

Das gemeinsame Programm von IBM und Canon startete im Juli mit dem Ziel, die Produktion von qualitativ hochwertigen volumetrischen Videos speziell für Unterhaltung und Kunst zu vereinfachen. Canon stellt die Aufnahmetechnologie, IBM die IT-Infrastruktur für die nahezu Echtzeit-Berechnung der volumetrischen Videos.

Volumetrische Videos werden im Unterschied zu herkömmlichen 3D-Videos mit Tiefeninformationen aufgezeichnet. Das ist besonders für VR- und AR-Brillen interessant, mit denen man sich frei im Video wie in einem Raum bewegen und unterschiedliche Perspektiven einnehmen kann.

Herkömmliche 3D-Videos täuschen den räumlichen Effekt nur visuell mit einem optischen Trick vor und bieten diese Bewegungsfreiheit daher nicht.

Volumetrische Videos: Ein neuer Anlauf

Im ersten Schritt haben sich IBM und Canon speziell volumetrischer Technik für Performance-Künstler verschrieben: Neben der Produktion der Videos wollen die beiden Unternehmen gemeinsam mit den Kunsttreibenden auch mögliche neue Geschäftsmodelle untersuchen, die aus der Technologie entspringen.

Canon und IBM gehören auch zu den Gründungsunternehmen der „Volumetric Format Association (VFA)“: Die kürzlich ins Leben gerufene Initiative von führenden Kamera- und Techunternehmen will volumetrischen Videos den Weg in den Mainstream bereiten.

Volumetrische Videos haben wegen der räumlichen Dimension speziell für Virtual Reality und Augmented Reality großes Potenzial, doch der Produktionsaufwand ist noch sehr hoch. Genau diese Hürde soll die Initiative abbauen durch passende Technologie und effizientere Produktionsprozesse.

Traditionelles japanisches Theater im volumetrischen Format digital erweitert

Eine erste Probeaufnahme widmeten Canon und IBM dem traditionellen japanischen Noh Theaterstück „Lady Aoi“, aufgeführt von der Gruppe Hoshokai. Hierbei wurde für die volumetrische Aufnahme ein Erzählansatz gewählt, der über einen virtuellen Theaterbesuch hinausgeht.

„Mit der Integration von volumetrischen Videos und 3D-Grafiken habe ich die psychologischen Emotionen von ‚Rokujounomiyasundokoro‘, der Hauptfigur von Lady Aoi, durch ihren Geist dargestellt, der sich zwischen einer Noh-Bühne und der inneren psychologischen Welt bewegt […]“, sagt Kazufusa Hosho, der die Inszenierung verantwortet. „Ich glaube, dass ich dank der volumetrischen Videotechnik eine neue Weltsicht schaffen konnte, die sich von der realen Aufführung unterscheidet.“

Für die Aufnahme digitalisierte Canon eine echte Noh-Bühne und filmte die Performance eines Darstellers im eigenen volumetrischen Video Studio Kawaski. Einige Beispielaufnahmen und ein Making-of gibt es auf der offiziellen Webseite zum Noh-Projekt.

Quelle: Pressemitteilung

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