Im Netflix-Rekordfilm “Bird Box” stolpern Menschen mit Augenbinden durch die Gegend, damit sie dem Bösen nicht ins Angesicht starren und durchdrehen müssen. Das ist unpraktisch. Ein Test zeigt jetzt, dass Sandra Bullock und ihren Weggefährten mit der Augmented-Reality-Brille Hololens gut geholfen wäre.

Bird Box löste über Weihnachten und Anfang 2019 eine seltsame Netzbewegung aus, bei der Menschen unter dem Stichwort “Bird Box Challenge” eine Augenbinde anlegten, um orientierungslos durch ihren Alltag zu stolpern.

Eine junge Frau soll gar mit Augenbinde in den Gegenverkehr gefahren sein – glücklicherweise ging die Geschichte für alle Beteiligten glimpflich aus. Netflix sah sich gezwungen, eine Warnung auszusprechen.

Bird Box Challenge mit Hololens

Der YouTube-Kanal “The Holo Herald” testete kürzlich, wie ein Bird Box Challenge mit Microsofts AR-Brille Hololens ablaufen könnte.

Dafür klebten die YouTuber das durchsichtige Sichtfeld der AR-Brille ab, sodass der Brillenträger ähnlich wie bei einer VR-Brille blind ist für die Umgebung. Die Orientierung im Raum erfolgte dann rein über die Displays und die 3D-Scanning-Funktion der Hololens-Brille.

Der Test zeigt: Das funktioniert zumindest in einer bekannten Umgebung ganz gut. Tisch und Sofa beispielsweise können eindeutig erkannt und vom Brillenträger zugeordnet werden. Das Schienbein bleibt von blauen Flecken verschont und dem Bösen muss man dennoch nicht ins Auge schauen.

Noch besser wird das 3D-Scanning mit Hololens 2: Die bereits vorgestellte neue Tiefenkamera ist deutlich leistungsfähiger als jene im aktuellen Modell. Offiziell enthüllt wird Microsofts neue AR-Brille voraussichtlich Ende Februar.

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