Update vom 31. Mai 2019:

Wer die AR-Tiere in Deutschland ausprobieren möchte: Einfach die Google Suche in den Einstellungen auf die Region USA und die Sprache auf Englisch einstellen und dann zum Beispiel nach “Snake” suchen. Mit einem Pixel-Smartphone erscheint das 3D-Modell, auf dem S8 noch nicht. Danke an MIXED-Leser Stefan (siehe Kommentar).

Ursprünglicher Artikel vom 30. Mai 2019:

Schaut euch digitale Bären, Alligatoren oder Haie in Lebensgröße an – direkt aus der Google-Suche heraus.

Anfang Mai kündigte Google an, dass Augmented Reality zukünftig ein fester Bestandteil der Google Suche sein wird. Jetzt rollt die Funktion an erste Smartphones aus.

Benötigt wird ein ARCore-kompatibles Gerät mit Version 1.9 von Googles Augmented-Reality-Software. In deutsche Suchergebnisse sind die 3D-Modelle offenbar noch nicht integriert, zumindest tauchten sie bei meinen Tests mit kompatibler Hardware nicht auf (Pixel 2, 3A, S8+).

Zunächst beschränkt sich Google offenbar auf Tiere: Sucht man beispielsweise nach Waschbär oder Hai, ist in die Google-Infobox zum Tier neben Bildern und Videos ein skalierbares 3D-Modell integriert, das mit einer kurzen Animation den Blick auf sich zieht.

GIF via Next.Reality

Der 3D-Hai ist in Googles Knowledge Graph integriert. Von dort aus kann er mit zwei Tatschern in Lebensgröße in den Raum projiziert werden. Bild: Android Police

Der 3D-Hai ist in Googles Knowledge Graph integriert. Von dort aus kann er mit zwei Tatschern in Lebensgröße in den Raum projiziert werden. Bild: Android Police

Über den Button “In 3D ansehen” startet Googles AR-Projektor, der mittels ARCore-Technologie flache Oberflächen erkennt und dann den Hai in Relation zu diesen perspektivisch korrekt in den Raum einbettet. ARCore leuchtet die 3D-Modelle sogar passend zur Ausleuchtung des realen Raumes aus – das erhöht den Realitätsgrad.

Das 3D-Modell kann auf Lebensgröße skaliert werden – so erhält man einen deutlich besseren Eindruck der Größenverhältnisse im Vergleich zum normalen 2D-Foto oder -Video am Monitor.

Der AR-Hai ist deutlich eindrücklicher als als 2D-Foto am Monitor. Insbesondere die Lebensgröße kann so besser eingeschätzt werden. Bild: Android Police

Der AR-Hai ist eindrücklicher als das 2D-Foto am Monitor. Insbesondere seine Größe kann man besser einschätzen. Bild: Android Police

Über den Touchscreen des Smartphones kann man den Hai außerdem drehen und von allen Seiten betrachten oder im Raum verschieben. Die 3D-Tiere sind mit typischen Bewegungen beispielhaft animiert.

GIF via Next.Reality

Rückenwind für die AR-Branche

Neben dem Hai gibt’s eine ganze Reihe weiterer 3D-Modelle: Hunde, Pandas, Schildkröten, Löwen, Schlangen, Tiger und mehr. Laut Google soll die AR-Suche kontinuierlich erweitert werden, beispielsweise um menschliche Anatomie, Technologie und natürlich Produkte.

Googles digitaler Zoo. Bild: Android Police

Googles digitaler Zoo. Bild: Android Police

Der AR-Branche verleiht Googles 3D-Suche mächtig Rückenwind, da sie von Unternehmen verlangt, das eigene Angebot an 3D-Inhalten zu erweitern und die Produktionsprozesse in den Griff zu bekommen. Nur so können sie mittelfristig die eigene Internetsichtbarkeit wahren und verbessern.

Über das Potenzial der AR-Suche sprechen wir im MIXED.de Podcast #143 ab Minute 19:30.

Via: Android Police, Next.Reality

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