Apple Vision Pro: Ankündigung ohne AR- und VR-Spiele?

Apple Vision Pro: Ankündigung ohne AR- und VR-Spiele?

Apples VR-/AR-Brille ist erstaunlich vielseitig. Games spielten bei der Vorstellung aber nur eine Nebenrolle.

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Apple präsentierte bei der Vorstellung seines Mixed-Reality-Headsets Vision Pro viele Einsatzgebiete. Eines fehlte aber beinahe komplett: das bei anderen Firmen wie Meta essenzielle Thema der VR-Spiele und AR-Spiele.

Auf der offiziellen Website postuliert Apple zwar: "Spatial Computing ermöglicht neue Arten von Spielen mit Titeln, die ein ganzes Spektrum der Immersion abdecken und Spielende in völlig neue Welten versetzen können". In der Praxis war davon aber noch nichts zu sehen. Stattdessen zeigte das Unternehmen lediglich die Möglichkeit, herkömmlichen Spiele aus dem Abo-Dienst Apple Arcade auf einer großen virtuellen Leinwand zu konsumieren - inklusive Unterstützung für Gaming-Controller.

Apple-Brille ohne VR-Spiele

Zum Start sollen 100 Titel aus dem Apple-Arcade-Katalog zur Verfügung stehen. Der Trailer zeigte eine Gamerin, die NBA 2K23 spielte. Einen Vorteil gegenüber VR-Brillen der Konkurrenz dürfte dabei die hohe Auflösung der Vision Pro darstellen.

Zwei Micro-OLED-Displays mit einer Auflösung von mehr als 4K pro Auge bringen 23 Millionen Pixel ins Bild (etwa 3,3 Mal so viele wie die Quest 2) und sollen in Verbindung mit katadioptrischen Speziallinsen exzellente Bildschärfe schaffen.

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Auch Surround-Abmischungen der Flat-Spiele könnten räumlich wiedergegeben werden. Apples "Senior Engineering Program Manager" En Kelly betonte allerdings: "Dies ist nur der Anfang, wie sich das Spielen auf Vision Pro entwickeln wird". Im neuen App-Store des Mixed-Reality-Headsets dürften also auch einige VR- und AR-Spiele auftauchen, die mit dem Hand- und Eye-Tracking des Geräts experimentieren.

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"Entwickelnde können vertraute Werkzeuge und Frameworks benutzen – wie Xcode, SwiftUI, Reality Kit, ARKit –, um neue Apps für Vision Pro zu schaffen", erklärte Susan Prescott, Vice President of Worldwide Developer Relations. Um die Vorbereitung von 3D-Objekten für räumliche Apps zu erleichtern, hat Apple zudem "Reality Composer Pro" entwickelt. Die Software soll es einfach machen, komplexe Szene mit realistischen Objekten zu erstellen.

Anders als die Meta Quest 3 wird die Vision Pro ohnehin kein erschwingliches Gerät für ein spielaffines Publikum. Die darin verbaute, durchaus bahnbrechende Technik hat einen satten Preis: 3.499 US-Dollar werden aufgerufen.

iOS-Apps auf der Apple Vision Pro

Nutzende Apples mobiler Plattformen können aber immerhin auf ihre bestehenden Spielbibliotheken zugreifen. Da die Frameworks aus iOS und iPadOS auch im neuen Betriebssystem VisionOS enthalten sind, sollen in diesem Bereich zum Start hunderttausende Apps zur Verfügung stehen, die sich mit Hand- und Augentracking bedienen lassen.

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Beliebte Spiele und Apps, die mit der Unity-Engine entwickelt wurden, sollen vollen Zugriff auf VisionOS-Features wie Passthrough, native Gestensteuerung sowie High-Resolution-Rendering erhalten.

Quellen: Apple