Android-Erfinder: „Augmented Reality ist nicht marktreif“

Android-Erfinder: „Augmented Reality ist nicht marktreif“

Während Facebook und Apple klein anfangen und die Augmented-Reality-Revolution auf der Grundlage von Smartphones in Gang bringen wollen, bauen Microsoft und Magic Leap bereits voll funktionsfähige AR-Brillen. Der Erfinder und ehemalige Chefentwickler von Android bezweifelt, dass solche Geräte demnächst den Massenmarkt erobern könnten.

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Andy Rubin verließ Google Ende 2014 und gründete ein Jahr später das Startup Essential. Das Unternehmen kündigte Ende Mai die ersten Produkte an: das androidbasierte Essential Phone und den Smartspeaker Essential Home.

Letzten Mittwoch sprach Rubin auf der Wired Business Conference über seine Zukunftsvisionen und erwähnte Augmented Reality mit keinem Wort. Nach seinem Auftritt wurde der CEO von Journalisten gefragt, was er von der Technologie hält.

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„Sie ist noch nicht reif für die Hauptsendezeit“, antwortet Rubin gegenüber Business Insider. Es seien vor allem der Mangel an Apps und die Kosten, die verhindern, dass Augmented Reality im Massenmarkt ankommt.

„Eines der Probleme ist der Preis. Er ist wahnsinnig hoch.“ Rubin dürfte hier an Microsofts Hololens gedacht haben. Das Gerät kostet 3.000 US-Dollar und richtet sich nicht an Endkonsumenten, sondern an Entwickler.

„Der Tag mag kommen, an dem man eine Brille hat, die 199 US-Dollar kostet und die man an das Smartphone anschließt. Aber man wird sie nicht 24 Stunden am Tag tragen“, sagt Rubin.

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Rubin investierte in ein AR-Unternehmen

Die Frage sei, worin das Endprodukt besteht und was Entwickler mit Hilfe von Augmented Reality bauen werden. Was Rubin bisher gesehen habe, seien Mischformen aus Film und Spiel. Diese würden aber nicht funktionieren. Auf welche Anwendungen sich Rubin hier bezieht, ist unklar.

Kurz- und mittelfristig sieht der Android-Erfinder einen Markt für AR-Brillen, die man zwischendurch aufsetzt, um etwa mit Familie und Freunden digital erweiterte Gesellschaftsspiele zu spielen.

Dass Rubin von AR-Brettspielen als einer sinnvollen Anwendung spricht, ist kein Zufall: Der CEO investierte im August 2015 15 Millionen US-Dollar in das Startup CastAR. Das Unternehmen will noch dieses Jahr eine AR-Brille für Brettspieler auf den Markt bringen.

Von Facebooks und Apples Bemühungen, Augmented Reality auf der Grundlage des Smartphones zu etablieren, zeigt sich Rubin ebenfalls unbeeindruckt: „Mobiltelefone unterstützen Augmented Reality schon seit langem“, sagt Rubin.

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| Featured Image: Recode (Youtube-Screenshot) | Source: Business Insider

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