Against im Test: Herausforderer für Beat Saber und Pistol Whip?

Against im Test: Herausforderer für Beat Saber und Pistol Whip?

Against ist Beat Saber mit einem Schuss Pistol Whip und einem blutigen Spritzer Horror. Macht die Kombination schon im Early Access Spaß? 

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Die Virtual Reality-Workaholics von Joy Way sind zurück und machen nach wie vor alles gleichzeitig: Das von Mirror’s Edge inspirierte Stride etwa hat nach 15 Monaten im Frühzugang noch immer keinen Story-Modus. Nebenbei arbeitet das Team noch am stylishen Roguelite Outlier.

Auch bei der finsteren, etwas überdreht erscheinenden Rhythmus-Action Against entschied sich das Studio, im Early Access zu veröffentlichen. Ich habe den aktuellen Stand des Spiels getestet.

Against: Ein wilder Genre-Mix

Schon beim Start in die Kampagne wird deutlich, dass sich die etwas wild anmutende Umtriebigkeit des Studios auch im Spieldesign niederschlägt. Vorbilder im Bereich der VR-Rhythmusspiele werden ohne Rücksicht auf Verluste vermischt. Das Ergebnis im Comic-Stil besitzt schon jetzt einen ähnlich guten Flow wie etwa Stride.

Im VR-Spiel Against wird ein Dämon mit dem Schwert zerteilt.

Bei einem gut platzierten Hieb trennt sich nicht nur die Mütze vom Oberkörper. | Bild: Joy Way

Beim Spießrutenlauf des „Detective“ durch finstere Gassen, über Dächer oder in dämonischen Tempeln werden Schurken nicht nur mit dem Schwert zerteilt. Schüsse mit der Pistole oder der berüchtigten Tommy Gun profitieren ebenfalls von Taktgefühl, Kombos und Treffern passend zum Beat.

Auch beim Austeilen mit dem Schlagring sitzt das Timing spürbar besser als in der früheren Demo. Zusätzlich wurde die Grafik deutlich verbessert. Schon in der Demo wirkte das finstere Comic-Amerika der Dreißigerjahre relativ stilsicher. Die Technik weckte aber eher Erinnerungen an Endless-Runner auf dem Smartphone.

Im Early Access deutlich hübscher als die Demo

Neuerdings sind nicht nur die dämonischen Kreaturen detailreicher. Lodernde Feuer und Lichteffekte spiegeln sich hübsch auf fein verästelten Oberflächen. Mit einer GeForce RTX 2080 Ti blieb es auf der Ultra-Einstellung stets flüssig. Der Soundtrack ist mir fürs Horror-Thema eine Spur zu Dubstep-lastig geraten, rockt aber dennoch.

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In der Mischung aus Schüssen, Schwert- und Fausthieben entfaltet sich ein angenehm ausgewogener Spielfluss, der an gute alte Bekannte wie Beat Saber oder Pistol Whip erinnert. Besonders froh bin ich darüber, dass mir endlich jemand einen lang gehegten Wunsch erfüllt und das Prinzip von Fit XR in scrollende Levels übersetzt.

Im VR-Spiel Against attackiert ein Flugzeug den

Diese Propellermaschine attackiert den Spieler aus allen möglichen Winkeln – sogar in Einzelteilen. | Bild: Joy Way

Zwischendurch sorgen attackierende Riesenschlangen und Kniebeugen unter Hindernissen für Bewegung. Mithilfe von Handgesten starte ich Wandläufe oder schnelle hoch in die Luft. Von dort aus macht es besonders viel Spaß, dämonische „Mobster“ aus ihren Verstecken zu schießen.

Passend dazu gibt es verrückte Angreifer wie ein Kamikaze-Flugzeug oder den Tentakelrobo-Boss, der vom Bösewicht Dr. Vice gesteuert wird. Beim Verfassen der simplen Sprechblasen-Dialoge scheint aber leider ein Praktikant ausgeholfen zu haben.

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The Schweiß must flow against me

Die überspringbare Pause zwischen den Levels weiß ich trotzdem zu schätzen. Selbst mit offener Balkontür und rotierendem Lüfter-Modul in der Valve Index komme ich gut ins Schwitzen (die VR-Brillen Vive und Rift werden ebenfalls unterstützt). Im Vergleich zur Konkurrenz werden drei eher einsteigerfreundliche Schwierigkeitsgrade angeboten. Zudem regeneriert sich Energie in brenzligen Momenten automatisch.

Der Detective jagt in der Comic-Sequenz den finsteren Dr. Vice.

Neben Riesenschlangen werden übrigens auch Kugeln mit dem Schwert abgewehrt. | Bild: Joy Way

Schade, dass die nur sieben Kampagnen-Levels schon nach grob einer Dreiviertelstunde an mir vorbeigerauscht sind. Sicher, in Musikspielen kommt es ohnehin eher auf Wiederholung und Rekordjagd an. Doch auch bei Ranglisten und der Erläuterung des Punktesystems wirkt die derzeitige Umsetzung noch ziemlich karg.

Ein Pluspunkt ist der schon jetzt freigeschaltete Menüpunkt für Levels aus dem „Beatmap Editor“. Damit lassen sich Nutzerlevels zu eigener Musik erstellen und spielen.

Die Vollversion soll in einigen Monaten folgen. Bis dahin will Joy Way nachbessern, unter anderem mit frischen Levels, Mechaniken und Waffen wie einer Peitsche. Eine spätere Preissteigerung ist möglich.

In Against steckt schon jetzt ein angenehm vielseitiges Rhythmus-Gemetzel im Comic-Stil. Lediglich bei den Inhalten schwächelt Joy Way erneut. Im Sonderangebot bis zum 23. Dezember werden für die Early-Access-Fassung aber auch nur 13,43 Euro (statt regulär 16,79 Euro) fällig.

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