Das Pokémon-Go-Studio Niantic bekommt 200 Millionen US-Dollar von Investoren und will damit “neue strategische Chancen” erschließen. Plant das Unternehmen den Einstieg ins Hardware-Geschäft oder die Entwicklung einer Augmented-Reality-Cloud?

Seit dem Marktstart im vergangenen Sommer setzte Niantics Augmented-Reality-App Pokémon Go weit über eine Milliarde US-Dollar um. Dem Entwicklerstudio gelang es, den Erfolg der App mit ständigen Updates zu verstetigen. Der ganz große Go-Hype ist zwar vorbei, aber monatlich loggen sich noch immer über 60 Millionen Nutzer ein. Täglich sollen rund fünf Millionen Nutzer digitale Monster in der Realität suchen.

Zwar laufen die Erlöse nicht allein in die Tasche von Niantic, aber das Studio dürfte nach dem historischen Mega-Erfolg finanziell ausreichend gut situiert sein, um weitere Smartphone-Apps an den Start zu bringen. Dennoch gibt Niantic jetzt bekannt, dass es rund 200 Millionen US-Dollar von Investoren annimmt.

Angeführt wird die Finanzierungsrunde von Spark Capital, einem US-Risikokapitalgeber. Der Geldgeber gehörte zu den ersten Investoren von Oculus, bevor das VR-Startup von Facebook aufgekauft wurde. Ein Direktor von Spark Capital sitzt bei Oculus im Aufsichtsrat.

Könnte Niantic ins Hardware-Geschäft einsteigen?

Laut CEO John Hanke sollen mit dem frischen Kapital “neue strategische Chancen” erschlossen werden. Das Geld erlaube langfristige Investitionen in Augmented Reality.

Hanke ist als großer Verfechter der erweiterten Realität bekannt, aber nur mit einer Brille. Augmented Reality mit dem Smartphone – so wie bei Pokémon Go – bezeichnete er kürzlich als “unbeholfen”

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